Posts Tagged ‘NELFA’

Die Schule als guter und sicherer Ort für Kinder aus Regenbogenfamilien

Wir hatten keine Probleme in der Grundschule, als wir der Direktion und der Lehrerin sagten, dass wir eine Regenbogenfamilie sind. Wir brachten sogar Materialien mit, die dankbar angenommen wurden. Wirklich eine Überraschung“, so eine Besucherin des von Peter Dankmeijer geleiteten Fachforums „Wie wird die Schule ein sicherer Ort für Kinder?“. Ein Teilnehmer aus Kopenhagen berichtete Ähnliches. Beide äußerten aber die Besorgnis, dass sich das in der weiterführenden Schule vielleicht ändern werde, wenn die Kinder in der Pubertät sind und verschiedene Lehrkräfte haben.

Welche Möglichkeiten haben besorgte Eltern bei der Auswahl einer sicheren Schule, wie können sie Einfluss nehmen auf den Umgang der Schule mit LSBT-Themen, im Lehrplan, in der schulischen Umgebung, im Selbstverständnis oder bei Methoden zur Aktivierung von Respekt auch für sexuelle Vielfalt bei Lehrenden und Lernenden? weiter…

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Europa ist mehr als blau-gelb

Auftakt der Europäischen Regenbogenfamilien-Konferenz in Köln

Die Sonne scheint in Köln, anders als zu Hause, weswegen ich auch mit Stockschirm auf die Jugendherberge Köln-Diehl zulaufe, wo die dritte europäische Regenbogenfamilien-Konferenz stattfinden soll. Da ich die letzten Jahre auch immer auf den deutschen Regenbogenfamilien-Konferenzen in Berlin war, ist der Anblick mir schon bekannt. Viele Mütter- oder Väterpaare spielen oder unterhalten sich mit ihren Kindern, bevor es bei der Eröffnung einige Reden zu überstehen gilt. Anders ist diesmal der Ort, Köln statt Berlin, anders auch die Alterspanne der Kinder. Hier sind vom Baby bis zum erwachsenen jungen Mann (der selbst schon Vater ist, wie ich später erfahre) also auch erwachsene Kinder dabei. Und anders ist auch das Sprachgewirr, kein Wunder bei Familien aus 19 verschiedenen Ländern. Hier wird die blaue Europa-Fahne mit den goldenen Sternen bunter, die Regenbogenfahne weht gleichberechtigt neben ihr, überdeckt sie manchmal durch das Spiel des Windes. weiter…

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Viele Politiker haben keine Ahnung von Regenbogenfamilien, sie kennen keine.”

Robert BiedronRobert Biedron ist seit 2011 Mitglied des polnischen Parlaments. Seither engagiert sich der offen schwule Politiker auch in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Im September 2013 wurde er vom Ausschuss für Gleichheit und Nichtdiskriminierung einstimmig zum Generalberichterstatter für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) ernannt. Klaus Jetz sprach mit Robert Biedron, der in Köln an der vom LSVD organisierten europäischen Regenbogenfamilienkonferenz teilnahm.

Was ist Dein erster Eindruck von unserer Regenbogenfamilienkonferenz?

Ich habe nie so viele Regenbogenfamilien versammelt gesehen, das macht Eindruck und öffnet einem die Augen, das müssten auch andere Politiker sehen. Ich bin begeistert. In Polen und Osteuropa ist die Situation anders, weniger offen. Hier diskutiert man über Regenbogenfamilien auf einem viel höheren Niveau. In Osteuropa wäre es schwierig, eine solche Konferenz zu organisieren, die Agenda wäre eine andere, ein öffentliches Coming-out wie hier wäre noch undenkbar. weiter…

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Schrecklich normal”

IMG_6928Jugendliche aus Regenbogenfamilien berichten

Das Wohl der Kinder wird ja gern von konservativer Seite ins Feld geführt, wenn sie etwa begründen sollen, warum Lesben und Schwule nicht gemeinsam adoptieren dürfen. Offensichtlich sind sie nie Kindern aus Regenbogenfamilien begegnet, sonst wüssten sie, dass ihre Argumentation weder Hand noch Fuß hat. Lena, Friderike, François, Malte und Theresa jedenfalls berichten wie unaufregend und beinah „schrecklich normal“ es ist, mit zwei Müttern oder Vätern aufzuwachsen. Zwar sind sie es gewohnt, sich und ihre Familien erklären zu müssen, doch oftmals legt sich die Neugierde sehr schnell, wenn sich herausstellt: Eigentlich läuft das Leben und der Familienalltag auch nicht viel anders ab als in heterosexuellen Familien. Dann wird sich schnell wieder anderen spannenderen Themen zugewandt.

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Das Regenbogeneuropa trifft sich in Köln

LSVD_Axel_HochreinDokumentation der Begrüßungsrede von LSVD-Bundesvorstand Axel Hochrein anläßlich der 3. Europäischen Regenbogen-familienkonferenz (01.–04. Mai in Köln)

 

Sehr geehrte Frau Rürup,
Sehr geehrte Frau Kortländer,
Sehr geehrte Frau von Känel,
Liebe Elke Jansen,

Es ist mir eine große Freude, Sie und Euch alle in Köln im Namen des Lesben und Schwulenverbandes zur dritten europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien begrüßen zu dürfen. Und das ist weit mehr als eine Standardformel, die man obligatorisch bei Konferenz-Eröffnungen sagt. Mein Mann Andreas und ich haben zwar selbst keine Kinder, aber wir sind ganz einfach Familien-Fans und als selbstbewusste schwule Männer der festen Überzeugung, dass Lesben, Schwule und Trans-Menschen nicht nur alles genauso gut wie heterosexuelle Menschen können, sondern vieles noch ein Stückchen besser. Und deshalb sind Regenbogenfamilien nicht nur ein ganz selbstverständlicher Teil der vielfältigen Familienformen, sondern eine besonders guter Familienform. Und nachdem ich bei den jährlichen nationalen Regenbogenfamilien-Konferenzen, die der LSVD zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung organisieren, dabei sein darf, geht einem einfach das Herz auf, bei diesem europäischen Treffen dabei sein zu dürfen. Und deshalb gilt mein wichtigster Gruß Euch, den Familien, den Väter- und Mütterpaaren und Euren Kindern aus 18 europäischen Ländern und Kanada.

Knapp drei Wochen vor der wichtigen Europawahl trifft hier in Köln ein besonderes Europa zusammen, das Regenbogeneuropa. Um sich besser kennen zu lernen, sich zu vernetzen, um miteinander Spaß zu haben und um über ein wichtiges Thema zu diskutieren: Schule und Bildung.

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Wo Kinder geliebt werden, wachsen sie auch gut auf“

Videobotschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig zur Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien

 

manuela-schwesig-gr,property=bild,bereich=bmfsfj,sprache=deLiebe Veranstalter und Organisatoren der Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien,

liebe Familien aus ganz Europa,

liebe Gäste,

herzlich willkommen in Köln – der buntesten Stadt in Deutschland!

Ich wäre heute sehr gern selbst hier, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Leider ist mir das aus terminlichen Gründen nicht möglich. Dennoch bin ich sofort und ohne Zögern sehr gern Schirmherrin der Veranstaltung geworden. Und mit Hilfe der Technik gibt es ja inzwischen Mittel und Wege, trotzdem ein paar Worte an Sie zu richten.

Das ist mir sehr wichtig, denn die Themen, über die Sie alle in den kommenden Tagen reden und sich austauschen wollen, sind entscheidend für unser gemeinsames Ziel eines toleranten und weltoffenen Europas ohne Diskriminierung.

Oftmals bin ich einfach fassungslos, mit welchen Vorurteilen Homosexuelle heute immer noch zu kämpfen haben. Die Diskriminierung hier in Deutschland ist selten offen und aggressiv. Sie läuft meist sehr subtil und ist dadurch oft besonders verletzend.

Es gibt sie leider immer noch – die Vorurteile. weiter…

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Lisa Green neue Vizepräsidentin der NELFA

LSVD-Aktivistin für mehr Forschung zu Regenbogenfamilien

Dr Lisa GreenAuf der Vollversammlung der NELFA in Maastricht am vergangenen Samstag wurde Dr. Lisa Green als Repräsentation des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) zur Vizepräsidentin gewählt. Der LSVD freut sich über die Wahl und gratuliert herzlich!

Die in den USA geborene Psychologin Lisa Green, die in den letzten zwei Jahren im Vorstand des LSVD Baden-Württemberg aktiv war, will sich für die Intensivierung der Forschung zur Regenbogenfamilien einsetzen. Zudem arbeitet sie daran, mehr Organisationen aus osteuropäischen und skandinavischen Ländern in das Netzwerk zu integrieren. Green, selbst Mutter von drei Kindern, lebt und arbeitet in Konstanz, ihr fachlicher Schwerpunkt sind die systemische Therapie und die Familienberatung. Sie begleitet die Bewegung von Regenbogenfamilien in Deutschland seit 20 Jahren und ist seit 2009 für den LSVD bei NELFA tätig. weiter…

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Einladung zum Internationalen Tag für Regenbogenfamilien

3. Mai 2014: Familienfest im Kölner Abenteuermuseum Odysseum

Gruppenphoto_RegenbogenfamilienseminarDer erste Sonntag im Mai ist der Tag für die Gleichheit von Familien, der International Family Equality Day (IFED). In diesem Jahr, am 3. Mai, gibt es ein großes Familienfest im Kölner Abenteuermuseum Odysseum. Dazu laden der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Netzwerk der Europäischen Verbände für Regenbogenfamilien (Network of European LGBT Families Associations, NELFA) alle Familien herzlich ein. weiter…

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Different Families, Same Schools”

Der LSVD lädt ein zur dritten Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien!

Different Families, Same Schools”
1. – 4. Mai 2014 in Köln

DruckIm Alltag aller Familien spielt die Schule eine zentrale Rolle. Kinder und Jugendliche lernen und erproben hier, wie soziales Miteinander gelingen und Gesellschaft aussehen kann. Moderne Schulen können und sollen einen Raum bieten, der die gelebte gesellschaftliche Vielfalt widerspiegelt und die Fülle sexueller Identitäten und familiäres Miteinander positiv erfahrbar macht.

Welche Erfahrungen machen Kinder aus Regenbogenfamilien heute in Europas Schulen? Welche Wege werden eingeschlagen, um die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Regenbogenfamilien im pädagogischen Alltag zu verbessern? Was können wir von unseren Nachbarländern lernen? Wie können wir einander unterstützen und langfristig mehr Vielfalt in den Schulen Europas verankern? weiter…

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