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Veranstaltungen Verband

Manfred Bruns posthum mit “Hamburger Phönix” geehrt

Dokumentation der Rede von Wolfgang Preussner (LSVD Hamburg) zur Verleihung.

Im Rahmen der 4. Hamburger inter / nicht binär / trans Tagung wurde Manfred Bruns posthum mit dem “Hamburger Phönix” geehrt. Wolfgang Preussner hat die Ehrung entgegengenommen.

© LSVD Hamburg

Liebe Freund*innen,

Manfred Bruns war ohne Zweifel der Vorkämpfer in der deutschen LSBTI Rechtsgestaltung und Gesetzgebung. Manfreds juristisches Fachwissen und seine Hartnäckigkeit in der Durchsetzung der Gleichstellung war und ist immer noch Grundlage für die aktuelle und auch zukünftige LSBTI-Gesetzgebung. Zu seinem Lebenswerk gehören nicht nur die Mitgestaltung beim Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) und bei der Modernisierung des Familien- und Abstammungsrechts, sondern auch sein Wirken zur Stärkung der Rechte von trans- und intergeschlechtlichen Menschen. 

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Projekte Veranstaltungen Verband

#ForOurRainbowFuture: Junge Aktivist*innen besuchen Albaniens LSBTI-Organisation “Aleanca”

Für die LSBTI-Aktivistinnen von morgen organisiert der LSVD gemeinsam mit MAG Jeunes LGBT, ERALGBTI Equal Rights Association, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem in Albanien ansässigen Regional Youth Cooperation Office — RYCO das internationale Jugendaustauschprogramm „For our Rainbow Future“. In Albanien entwickeln die Teilnehmen derzeit neue Projektideen zur Umsetzung eines LSBTI-Sommercamps, einer online Plattform und tauschen sich über Beispiele guter Praxis in den jeweiligen Ländern aus. Heute waren sie zu Besuch bei einer albanischen LSBTI-Organisation.

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Projekte Veranstaltungen Verband

Jugendaustausch “For our Rainbow Future“ geht in Tirana weiter

Für die LSBTI-Aktivist*innen von morgen organisieren wir das internationale Jugendaustauschprogramm „For our Rainbow Future“. An drei einwöchigen Trainings in Berlin, Paris und Tirana nehmen jeweils acht junge LSBTI-Aktivist*innen aus Deutschland, Frankreich und dem Westbalkan teil. Gestern begann in Tirana (Albanien) die Phase II unseres Projektes. Vergangenen Juli hatten wir mit 24 jungen LSBTI-Aktivi*stinnen aus Deutschland, Frankreich und dem Westbalkan in Berlin ein eng gestricktes Wochenprogramm mit Workshops und Terminen absolviert. Nunmehr entwickeln wir in Albanien Projektideen zur Umsetzung eines LSBTI-Sommercamps oder einer online Plattform zum Austausch über Beispiele guter Praxis und die Situation in den jeweiligen Ländern. Ab Donnerstag nehmen wir dann an der Jahreskonferenz unserer regionalen Partnerorganisation LGBTI Equal Rights Association ERA teil. 

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Veranstaltungen Verband

Anerkennung, Selbstbestimmung und gerechte Teilhabe für LSBTI* sind auch in Hamburg keine Selbstverständlichkeit”

Regenbogenparlament 2019 - Barbara Mansberg  © LSVD / Foto: Caro KadatzDokumentation des Grußwortes von Barbara Mansberg (Landesvorstand des LSVD Hamburg) zur Eröffnung des Regenbogenparlaments “Akzeptanz von LSBTI* in Jugendarbeit und Bildung” an der Universität Hamburg am 07. September 2019.

Willkommen in Hamburg!

Ich bin Barbara Mansberg, Landesvorstand LSVD Hamburg – ich begrüße Sie herzlich zum 3.Regenbogenparlament.

Die Regenbogenparlamente, die bereits 2018 in Berlin und Köln stattfanden und heute hier in Hamburg weitergeführt werden, sind Teil des LSVD-Projekts „Miteinander stärken, Rechtspopulismus entgegenwirken“. Sie bilden neben der Strategieentwicklung und Stärkung die dritte Säule des Projekts, das seit 2017 hunderte Fachkräfte und Aktive zusammengebracht, gestärkt und eine Allianz der Vielfaltsverteidiger*innen angestoßen hat. Das Format „Regenbogenparlament“ hat sich seit seinem Auftakt zum bundesweit einmaligen Leuchtturm-Forum zum Thema „Regenbogenkompetenz“ entwickelt. 

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Veranstaltungen Verband

Das Wirken des LSVD strahlt auch über ihre Projekte mit St. Petersburg in die Jugendverbandsarbeit allgemein hier in Hamburg aus”

Senatorin Dr. Melanie Leonhard_Fotograf Christian BittcherDokumentation des Grußwortes von Hamburgs Senatorin Dr. Melanie Leonhard (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration) zur Eröffnung des Regenbogenparlaments “Akzeptanz von LSBTI* in Jugendarbeit und Bildung” an der Universität Hamburg am 07. September 2019.

 

Sehr geehrte Frau Mansberg,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

wir sind heute hier zusammengekommen, um für Respekt und Akzeptanz von LSBTI* in der Jugendarbeit einzutreten. Das Recht auf individuelle Persönlichkeitsentwicklung ist zwar in der Kinderrechtskonvention und im SGB VIII verankert, dennoch erfahren LSBTI*-Jugendliche häufig Respektlosigkeiten und Ausgrenzung.

Unsere Gesellschaft ist noch sehr geprägt von der Vorstellung der Zwei-Geschlechtlichkeit. Wir erlernen sie bereits als Kleinkinder. Wir eignen uns die Anforderungen und Zuschreibungen – die mit der jeweiligen Geschlechterrolle verbunden sind – an. Wir erfahren die Heterosexualität als gesellschaftliche Norm.

Kinder und Jugendliche, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen können oder wollen, sind oftmals Diskriminierungen ausgesetzt. Dies kann zu starken psychischen Belastungen führen – insbesondere wenn sie dabei von ihrem sozialen Umfeld wenig Unterstützung erfahren. 

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Regenbogenfamilien-Bimmelbahn beim CSD Stuttgart

Regenbogenfamilien beim CSD Stuttgart 2019 © LSVD Baden-WürttembergImpressionen vom CSD Stuttgart. In diesem Jahr war die Regenbogenfamilien-Bimmelbahn des LSVD Baden-Württemberg wieder beim CSD Stuttgart ganz vorn dabei. 

 

 

 

 

 
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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Projekte Verband

Treffen von Queer Refugees aus Nicaragua und Mittelamerika in Costa Rica

Klaus Jetz © LSVD BundesverbandErfahrungsbericht von Klaus Jetz (Geschäftsführer LSVD / Hirschfeld-Eddy-Stiftung) von der Konferenz “Encuentro de personas LGBTIQ+ nicaragüenses migrantes en la región centroamericana y México” in Costa Rica

Montagnachmittag (Ortszeit) wurde in San José, Costa Rica, eine Konferenz mit queeren Geflüchteten aus Mittelamerika eröffnet. Organisiert wurde die Veranstaltung von unserem Kooperationspartner Red de Desarollo Sostenible und der Mesa Nacional LGBTIQ* Nicaragua. Die Konferenz fand im Centro Cultural Rubén Darío statt. In dem Zentrum können Interessierte Sprach‑, Koch‑, Computer- oder Malkurse besuchen. Aufgebaut wurde es vor sieben Jahren von hier lebenden Nicaraguaner*innen.

Ich hatte Gelegenheit, den rund 40 Teilnehmenden die Arbeit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und des LSVD vorzustellen, insbesondere unsere Projekte zu Regenbogenfamilien und familiärer Vielfalt, zu Strategien gegen Rechtspopulismus, Homosexuellen- und Trans*feindlichkeit sowie das Projekt “Queer Refugees Deutschland”. Darüber hinaus interessierten sich die Teilnehmenden für unsere Nicaragua-Arbeit (seit 2007), vor allem aber für die mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes durchgeführten Projekte, etwa zur Entwicklung einer LSBTI-Menschenrechtsagenda, die Sensibilisierungsarbeit für angehende Journalist*innen an mehreren Universitäten und die gegen die Straflosigkeit zielende Dokumentation von Übergriffen gegen LSBTI durch die Staatsgewalt. 

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Veranstaltungen Verband

Lasst uns diesen CSD als Mahnung sehen. Immer für Akzeptanz aller Menschen einzustehen. Immer für die Gleichbehandlung aller Menschen die Stimme zu erheben. Immer für die Liebe zu kämpfen!”

Dokumentation der Rede von Alfonso Pantisano (LSVD-Bundesvorstand) auf der Abschlusskundgebung des CSD SaarLorLux 2019 am 09. Juni 2019.

Liebe Saarländerinnen und Saarländer,

die Ehe für gleichgeschlechtige Paare ist mittlerweile zwei Jahr alt und ich habe gute Nachrichten zu übermitteln: Die Erde dreht sich seitdem tatsächlich weiter! Einfach so! Denn was haben wir uns über Jahrzehnte alles anhören müssen – dass die Welt untergehen würde, dass uns ein Tsunami oder Erdbeben oder sogar eine schlimme Seuche für unsere Liebe bestrafen würde. Und doch stehen wir alle heute hier und feiern das Leben und vor allem unsere Liebe. Unsere Liebe, die so bunt ist, wie der Regenbogen. Unser Leben, auf das wir so wahnsinnig stolz sind!

Und genau aus diesem Grunde rufe ich Euch heute, 50 Jahre nach Stonewall, mit großer Freude zu: Herzlichen Willkommen zu unserem Christopher Street Day.

Als die ersten CSDs die Straßen unseres Landes eroberte, mussten sich Homosexuelle noch sagen lassen: „Schade, dass man euch Schwule und Lesben nicht alle vergast hat“.

Der Paragraph 175 war noch der große Feind unserer Liebe, der ganz viele Schicksale, Familien und vor allen Dingen sehr, sehr viele Männer auf dem Gewissen hatte. Und ja, seitdem hat sich bei uns in Deutschland sehr viel getan — Der 175er wurde nach der Wiedervereinigung abgeschafft, dann kam die Eingetragene Lebenspartnerschaft. 

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#UnteilbarBunt

Aktionen zum Internationalen Tag gegen Homo‑, Trans- und Interphobie (IDAHIT*)

Am 17. Mai dem Internationalen Tag gegen Homo‑, Trans- und Interphobie (IDAHIT*) erinnern Menschen rund um den Erdball mit vielfältigen Aktionen an den 17.05.1990, den Tag, an dem Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde. Seitdem gilt sie offiziell nicht mehr als Krankheit. Die Aktionen zum IDAHIT* sind auch ein Zeichen der tiefen Verbundenheit mit allen Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder ihrer geschlechtlichen Identität tagtäglich diskriminiert, pathologisiert und verfolgt werden. In über 70 Staaten der Erde werden Homosexuelle immer noch kriminalisiert und in 9 Staaten/Regionen sogar mit dem Tode bedroht. Die Landesverbände des LSVD veranstalten und koordinieren zusammen mit vielen weiteren Unterstützer*innen auch 2019 wieder bundesweit Aktionen IDAHIT*.

Geplante Aktionen und Veranstaltungen

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Veranstaltungen

Wir sollten jedes Jahr diese Auseinandersetzung suchen – damit wir nicht vergessen, dass wir das nicht vergessen dürfen“

Dokumentation der Rede von Henny Engels (Sprecherin Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf und Mitglied im LSVD-Bundesvorstand) auf dem Parkfriedhof Marzahn am 26.1.2019, anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Wir gedenken hier und heute der Opfer der Verbrechen, die das nationalsozialistische Deutschland an Millionen von Menschen beging. Wir gedenken der 6 Millionen ermordeten Jüd*innen, die in den Vernichtungslagern oder bei Massenerschießungen den Tod fanden. Wir gedenken der 500.000 ermordeten Kinder, Frauen und Männer der Sinti und Roma. Wir gedenken ermordeter Gegner*innen des NS-Regimes aus der Arbeiterbewegung, der kommunistischen Partei, der sozialdemokratischen Partei, den christlichen Kirchen, der Jugendbewegung. Wir gedenken der mehr als 300.000 im Rahmen des so genannten Euthanasieprogramms ermordeten Frauen, Kinder und Männer. An ihr Schicksal erinnert die Ausstellung „Töten aus Überzeugung“ ab dem 1. Februar in der Volkshochschule des Bezirks. Wir gedenken der ermordeten Schwulen und Lesben. Wir gedenken der ermordeten und zu Tode gepeinigten Zwangsarbeiter*innen; 1400 von ihnen sind auf diesem Friedhof bestattet. Und wir gedenken der Millionen Männer, Frauen und Kinder, die durch den von Deutschland begonnenen Krieg den Tod fanden.