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Homosexualität und katholische Kirche

Besuchsreise homosexueller Aktivisten aus Afrika in Berlin (II)

Nachdem am Montag die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus und Lehren aus der Geschichte im Mittelpunkt des Programms standen, ging es gestern vor allem um die religiöse begründete Homophobie, insbesondere im Christentum und im Islam.

Zunächst lieferte der ehemals für den Vatikan tätige katholische Theologe und Philosoph David Berger wichtige Einblicke in die römisch-katholische Ideologie in Bezug auf Homosexualität und den Umgang mit Homosexuellen. Er erläuterte die „scheinheilige und unlogische Konstruktion“ in der päpstlichen Lehre von der homosexuellen Veranlagung einerseits, der mit Mitleid begegnet werden müsse, und der praktizierten Homosexualität anderseits, die eine Todsünde sei. 

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Lesben und Schwule aus Afrika zu Besuch in Berlin

Besuchsreise homosexu- eller Aktivisten aus Afrika in Berlin (I)

Sie sind gerne gekommen: Seit gestern sind 13 schwule Aktivisten und lesbische Aktivistinnen aus elf afrikanischen Staaten und dem Libanon in Berlin. Eingeladen haben die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und das Auswärtige Amt in Berlin auf. Die Informationsreise steht unter dem Titel „Homosexualität und Religion“. Das Wochen- programm ist prall gefüllt. Neben Workshops mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem LSVD finden Veranstaltungen im Deutschen Institut für Menschenrechte, in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und dem Abraham Geiger Kolleg statt. 

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UGANDA: Hinweise für solidarische Unterstützung

Die „Civil Society Coalition on Human Rights and Constitutional Law“, eine breite Koalition ugandischer Menschenrechts-NGOs hat einen dringenden Aufruf (Action Alert: Guidelines) mit Hinweisen veröffentlicht, welche Maßnahmen internationaler Verbündeter zum jetzigen Zeitpunkt hilfreich und welche kontraproduktiv sind.

Das Bündnis bittet die internationalen Partner insbesondere darum, keinen öffentlichen Druck zu machen, keine Pressemeldungen zu dem Thema zu produzieren und/oder mit dem Entzug der Entwicklungshilfe zu drohen. Sie bitten stattdessen um die Verstärkung der diplomatischen Arbeit sowie aktive Gespräche von und mit Partnerorganisationen, die keine LGBTI-Arbeit machen. 

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Politische Arbeit nur über 18

Axel Hochrein (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) - Foto: Julia Malygina Axel Hochrein (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) — Foto: Julia MalyginaNach Kiew (2008) und Riga (2010) war dies die dritte Konferenz, die wir in Osteuropa verantwortlich mitorganisiert haben. Das zeigt, dass die Zusammenarbeit mit der EVZ strategisch auf Nachhaltigkeit setzt, und wir hier einen Schwerpunkt unserer Stiftungsarbeit haben. Wie notwendig das ist, zeigen die Berichte und Informationen, die wir von den Teilnehmenden aus den Osteuropäischen Ländern erhalten haben. Dabei kann man den Aktivisten und Aktivistinnen in diesen Ländern nur höchsten Respekt zollen, wie unerschrocken, engagiert und wie intelligent sie mit den teilweise erschreckenden politischen Verhältnissen umgehen. Indem sie z.B. in St. Petersburg alle Werbematerialien und Veröffentlichungen mit “18+” markieren, umgehen sie das Anti-Propaganda-Gesetz sehr geschickt.

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In einer anderen Welt

Eindrücke aus St. Petersburg

Foto: Julia Malygina Foto: Julia MalyginaNach gerade mal zwei Stunden und zehn Minuten Flug landen wir, von Hamburg kommend, in St. Petersburg. Und doch ist es eine ganz andere Welt. Uns alle hatte es ja beruhigt, als es hieß, das Hotel sei bewacht und der Raum für die Konferenz sei vom Eingang weit entfernt. Nicht wenige gute Wünsche aus Familie und Freundeskreis haben uns für diese Reise begleitet. Und dann sitzen wir mit 88 Aktivistinnen und Aktivisten  aus St. Peterburg, Moskau und den Regionen bis hin nach Sibirien in einem Konferenzsaal. 

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Zufrieden mit den Ergebnissen

Mein persönlicher Eindruck von der Konferenz in St. Petersburg

Klaus Jetz (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) - Foto: Julia Malygina Klaus Jetz (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) — Foto: Julia MalyginaGemeinsam wurden in drei parallelen Workshops konkrete Empfehlungen zur Nichtdiskriminierung für Regierungen, Zivilgesellschaft, LGBT Organisationen u.a. erarbeitet. Hier konnten wir unsere Erfahrungen aus Westeuropa einbringen: Zusamenarbeit mit Antidiskriminierungsstellen, Menschenrechtspolitik, Parlamenten. Aber auch unsere Antigewaltarbeit, Aufklärungsarbeit, Sensibilisierungsarbeit in Schulen, Organisationen der Zivilgesellschaft, mit Gewerkschaften, Medien und Universitäten. 

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Menschenrechtskonferenz in St. Petersburg

Menschenrechtskonferenz in St. Petersburg

Igor Kochetkov, der Vorsitzende unserer Partnerorganisation Russian LGBT Network, ging ausführlich auf die Themen Wiederherstellung der historischen Wahrheit und Wiedergutmachung der Opfer politischer Repression ein. In Deutschland sei, wie in den Berichten über das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen geschildert, bereits einiges geleistet worden, in Russland aber müsse noch nachgearbeitet werden. Im kommenden Jahr, zum 20. Jahrestag der Entkriminalisierung einvernehmlicher homosexueller Handlungen zwischen Erwachsenen in Russland, wolle man eine Aufklärungskampagne zum Thema starten und sich endlich mit den Geschichten und Lebensläufen von Opfern der homophoben Strafverfolgung in sowjetischer Zeit auseinandersetzen. 

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Antidiskriminierungskonferenz der Hirschfeld-Eddy-Stiftung

 

Positiver Auftakt in St. Petersburg

Rund 100 Personen fanden bei sonnigem und eiskaltem Wetter den Weg zu unserem Konferenzhotel in St. Petersburg, um eineinhalb Tage über die „Bedeutung, Herausforderungen und Perspektiven der Antidiskriminierungspolitik in der Russischen Föderation“ zu diskutieren. 

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Mit wenig Geld viel erreichen

 Zusammenarbeit mit dem Projekt Magrim in Malawi

Arno Oevermann (Rat und Tat Bremen) und Michael von Studnitz (Reisende Werkschule Schollen) zeigten am Beispiel vom Malawian Gay Rights Movement (MAGRIM) auf wie eine schnelle und erfolgreiche Unterstützung gelingen kann. Wie in so vielen afrikanischen Staaten gilt auch in Malawi Homosexualität als unafrikanisch. Religiös-fundamentalistische Organisationen füllen nach dem Rückzug des Staates zudem die Lücken in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung und Armutsbekämpfung. 

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Orientierung und Geschlechtsidentität als Thema von Stiftungen

Vortrag von Ise Bosch auf dem 4. Fachtag Regenbogenphilanthropie

In ihrem Vortrag vertiefte Ise Bosch ihre Anmerkungen aus der Begrüßungsrunde. So stellte sie die Datenbank „Philanthropy in/sight human rights funding mapping project”  vor, in der seit Neustem alle Menschenrechtsförderungen verzeichnet werden. Eine eigene Kennung ermöglicht nun einen schnellen und ausführlichen Überblick über Förderungen und Zusammenarbeit von Geberorganisation mit LGBTI-Projekten weltweit. Die von Dreilinden geförderte zweite Studie zur Regenbogenphilanthropie „Menschenrechte fördern!“ zeigt die deutsche Unterstützung für LGBTI-Menschenrechtsarbeit im Globalen Süden und Osteuropa auf. Zwar ist die Förderung im Vergleich zur Vorgängerstudie gestiegen, doch