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Strategien zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie

Bündnistreffen in Managua (c) LSVDRunder Tisch nicaraguanischer LGBTI-Organisationen in Managua

Rund 40 Aktivistinnen und Aktivisten aus fast allen Regionen Nicaraguas und einige ihrer Bündnispartner kamen gestern zu einem Runden Tisch zusammen, um sich über ihre Erfahrungen in der politischen Arbeit und bei der Allianzenbildung auszutauschen.
Das Treffen fand im Rahmen eines Projektes über Organisationsentwicklung und Kommunikationsstrategien statt, das die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und ihr Kooperationspartner, das Red de Desarrollo Sostenible (Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung) mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes seit Anfang 2014 in dem mittelamerikanischen Land durchführen.

Ich hatte Gelegenheit, den überwiegend sehr jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Erfahrungen, die wir in Deutschland gemacht haben, über Lehren aus der Geschichte, die Entwicklung in Deutschland und Europa, unsere Überzeugungsarbeit auf EU-Ebene sowie Fortschritte und Herausforderungen in unserem Engagement zu berichten. Großes Interesse bestand an den Themen Kooperation mit der Politik, Sensibilisierung von Entscheidungsträgerinnen und ‑träger und Strategien zur Bekämpfung homo- und transphober Tendenzen, die auch in Europa wieder auf dem Vormarsch sind. 

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Großer Erfolg der globalen LGBTI-Bewegung“

Konstanze Plett über das Grundsatzurteil zum Dritten Geschlecht in Indien

Prof. Dr. Konstanze Plett - Foto: Caro KadatzDie Entscheidung des Supreme Court of India vom April 2014 zum Dritten Geschlecht ist nach Einschätzung von Prof. Dr. Konstanze Plett  bahnbrechend für die Rechte von Trans* und kann als „großer Erfolg der globalen LGBTI-Bewegung“ gelten. Das Gericht hatte über den Antrag zu entscheiden, ob Menschen, die sich nicht in das Zweigeschlechtersystem einordnen können, diskriminiert werden, solange ihnen kein Drittes Geschlecht eröffnet wird. Die soziale Lage und die rechtliche Situation der Hijras und anderer indischer Transgender Communities standen dabei im Mittelpunkt. 

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Indien: Anerkennung des Dritten Geschlechts und doch Verbot gleichgeschlechtlicher Liebe?

Impressionen vom ersten Termin der Veranstaltungsreihe Crossings & Alliances

Fotos: Caro Kadatz

 Veranstaltungsbericht

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Aufarbeitung der Homosexuellenverfolgung in Lettland

Forced Underground. Homosexuals in Soviet LatviaEngagement der Hirschfeld-Eddy-Stiftung ermöglichte Buchprojekt (Konferenzbericht Teil 3)

Ein Workshop der ILGA Europe Konferenz thematisierte die Homosexuellenverfolgung in Lettland in sowjetischer Zeit. Karlis Verdins vom Institut für Literatur, Folklore und Kunst der Universität Lettland, referierte über Bücher und Zeitschriften mit schwullesbischer Thematik aus der Zeit der ersten lettischen Unabhängigkeit zwischen den Weltkriegen. Die Vergewaltigung Lettlands durch den sowjetischen Einmarsch 1940 setzte diesen ersten zarten Gewächsen in der lettischen Literaturgeschichte und Publizistik ein brutales Ende. In sowjetischer Zeit gab es keine schwullesbischen Publikationen, offiziell auch keine Homosexuellen, allerdings gab es ein homophobes Strafrecht, das Schwule mit bis zu fünf Jahren Haft bedrohte. Erst nach der zweiten lettischen Unabhängigkeit und der Entkriminalisierung 1992 erschienen wieder einige schwule und lesbische Romane. 

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Demonstrationszug im Rahmen der Belgrader Menschenrechtskonferenz

Die Nachricht von dem brutalen und sinnlosen Überfall in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Belgrader Innenstadt war ein Schock für alle, die an der Konferenz teilnahmen. Zusammen mit unserer Partner-Organisation Labris hat die Hirschfeld-Eddy-Stiftung entschieden, die Konferenz fortzuführen, allerdings mit geändertem Programm. Es wurde ein Demonstrationszug vom Tagungsort vor das Belgrader Rathaus organisiert. Dieser wurde von einem massiven Polizei-Aufgebot geschützt. Angesichts vereinzelter hasserfüllter Rufe von Passanten am Rande der Demonstration schien dies auch notwendig.

Fotos: Ljiljana Bozovic (Labris)

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Gemeinsame Resolution gegen Gewalt und Hassverbrechen

Foto: Ljiljana Bozovic (Labris)Ein deutscher Freund und Teilnehmer an unserer Konferenz “Die Zukunft gehört uns. LGBT-Rechte und der Weg in die EU“ wurde in der Nacht zwischen den beiden Konferenztagen überfallen und lebensgefährlich schwer verletzt.

Die Organisatoren Labris und Hirschfeld-Eddy-Stiftung zusammen mit den Mitveranstaltern Civil Rights Defenders und YUCOM haben entschieden, das heutige Programm zu ändern, um darüber zu diskutieren, was nach einer solchen Tat getan werden kann. 

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Menschenrechtskonferenz in Belgrad

Fotos vom ersten Konferenztag (12.09.2014)

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EU-Integration als Vehikel für mehr Diskriminierungsschutz

Konferenzauftakt in Belgrad

20140912_112856Die von Labris und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung organisierte Konferenz „Die Zukunft gehört uns. LGBT-Rechte und der Weg in die EU“ begann heute Morgen in Belgrad. Rund 150 Personen fanden trotz strömenden Regens den Weg ins Hotel Metropol . In ihrer Begrüßungsrede betonte Dragana Todorovic von Labris die Bedeutung der Konferenz  für Labris und die LGBT-Community in Serbien. „Zunächst ist sie ein weiterer Meilenstein in unserem Engagement für mehr Rechte und Gleichheit von LGBT in der westlichen Balkan-Region. Auch kommt sie zum richtigen Zeitpunkt, denn Serbien befindet sich seit letzten Dezember im Aufnahmeprozess für die EU.“ 

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The future belongs to us”

Eröffnung der Konferenz LGBTI-Menschenrechte in Belgrad vom 12. — 14.09.2014

DSC_0577Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen,

im Namen der Organisatorinnen, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Labris, möchte ich Sie und Euch in der schönen Stadt Belgrad herzlich willkommen heißen.

Es ist dies die vierte Konferenz in einer Reihe, die die Hirschfeld-Eddy-Stiftung seit 2008 alle zwei Jahre mit einem Partnerprojekt in Osteuropa initiert. 

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Serbien auf dem Weg in die Europäische Union

Jovanka Todorovic - Foto: PrivatWie geht es Homo- und Transsexuellen?

Anlässlich der internationalen Menschen- rechtskonferenz in Belgrad (12. — 14.09.2014) berichtet Jovanka Todorović von Labris über die rechtliche und soziale Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in Serbien.

 

Einschränkung des Rechts auf Versammlungsfreiheit

Vier Mal wurde die CSD-Parade in den letzten fünf Jahren verboten. Wir konnten lediglich Pride-Wochen durchführen, die fanden vier Jahre nacheinander statt, verliefen glatt und waren super organisiert. Das gleiche gilt für andere Events, wie etwa den IDAHO oder den Coming-out Tag. Aber CSD bleiben verboten.

Den einzigen CSD, den wir durchführen konnten, war der in 2010 – aber das nur in einem abgelegenen Stadtteil und unter massivem Polizeischutz (etwa 6.000 Polizeikräfte waren dabei). Die Gegendemonstranten randalierten in der Stadt und attackierten staatliche Gebäude. 207 (Gegen)Demonstranten wurden verhaftet, die meisten davon waren Minderjährige und es gab 142 Verletzte, der Großteil davon, 120 Personen, waren Polizisten.