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Lesen ist voll schwul?! – Die Mobile Bibliothek vom LSVD Berlin-Brandenburg

Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender kommen in Schulbüchern zumeist nicht vor! Selbst Lehrkräfte, die keine Berührungsängste mit dem Thema haben und die Auseinandersetzung mit gleich- und transgeschlechtlichen Lebensweisen in ihrem Unterricht fördern wollen, sind dann oftmals hilflos angesichts fehlender Lehrmaterialien.

Die „Mobile Bibliothek“, das neue Projekt des LSVD Berlin-Brandenburg springt hier die Bresche. Als Bestandteil der Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit im Rahmen der Community Gaymes bietet sie seit März die Möglichkeit, Klassensätze von vier Büchern kostenfrei auszuleihen. Mit „Jesús und Muhammed“ von Tim Staffel, „Abel“ von Anneke Scholtens, „Plattenbaugefühle“ von Jannis Plastargias und „Svenja will ein Junge sein“ geschrieben von Luise Holthausen können von nun an Bücher auf dem Stundenplan stehen, die Einblicke in die alltägliche Buntheit des Lebens geben und ungeouteten, geouteten aber auch heterosexuellen Jugendlichen positive und nicht-stereotype Identifikationsfiguren anbieten. 

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Trägern von Umpolungsangeboten die Gemeinnützigkeit aberkennen!

Das LSVD-Netzwerk „Mission Aufklärung“ braucht Eure Unterstützung.
„Dialog über Deutschland“, eine Internetplattform der Bundeskanzlerin Angela Merkel, wird mehr und mehr für die Verbreitung von Homophobie genutzt. Hartmut Rus, Leiter von „Mission Aufklärung“ hat nun eine Gegenaktion gestartet:

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Homophobe Arbeitgeber

Forschungsprojekt zum kirchlichen Arbeitsrecht

 

Jene, die […] Toleranz gebrauchen, um bestimmte Rechte für zusammenlebende homosexuelle Personen einzufordern, müssen daran erinnert werden, dass die Toleranz des Bösen etwas ganz anderes ist als die Billigung oder Legalisierung des Bösen.“  Kardinal J. A. Ratzinger

 

Was sich anhört wie eine Aussage aus dem finstersten Mittelalter, stammt aus einem Schreiben der „Kongre- gation für die Glaubens- lehre“ aus dem Jahre 2003, das von dem damaligen Leiter der Kongregation, Kardinal Joseph Aloisius Ratzinger (inzwischen Papst Benedikt XVI), unterzeichnet ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die homophobe Einzelmeinung des von Millionen Gläubigen als „Stellvertreter eines göttlichen Wesens auf Erden“ Verehrten, sondern ist neben anderen anti-emanzipatorischen Ideologien wie Sexismus und Antisemitismus tief in den Grundsätzen der Katholischen Kirche verankert.

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Coming-out mit fresh-Südhessen

Jung, auf dem Land und schwul, bisexuell oder lesbisch? Was nun? Warten, dass man alt genug wird, um in die nächste Großstadt zu ziehen? Und bis dahin? Nur das Internet, um an- dere Schwule und Lesben kennenzulernen, die mög- licherweise kilometerweit weg wohnen? Und was, wenn man gar nicht wo- anders leben möchte? Jugendliche in Südhessen müssen weder warten, noch allein bleiben. Denn dort gibt es LSVD-fresh. 

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Sexuelle Identität und negative Wahl- beeinflussung

Urteil zur Bürgermeisterwahl 2010 in Bischofswerda

Im Wahlkampf ist nicht jedes Mittel recht, das entschied im vergangenen Monat das Oberver- waltungsgericht Bautzen. Vor der Wahl des Bürgermeisters der sächs- ischen Kleinstadt Bischofswerda bei Dresden hatte die CDU den SPD-Politiker Jens Krauße (45), Kontrahent des amtierenden CDU-Bürger- meisters Andreas Erler (49), als „Lügner“ bezeichnet. Zudem musste mal wieder „schwul“ als Schimpfwort herhalten: Auf den Flyern wurde Krauße trotz Ehefrau und Kind als homosexuell bezeichnet. Bei der Wahl 2010 erhielt er dann nur 2656 Stimmen, der amtierende Oberbürgermeister Erler bekam 2879 Stimmen und konnte sich so mit knapper Mehrheit im Amt retten. 

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Erdbeben in der Familie

Probleme des späten Coming-out

Es scheint, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein Coming-out als Lesbe oder Schwuler immer leichter geworden ist: In vielen deutschen (Groß-)Städten gibt es Coming-out-Gruppen für Jugendliche oder junge Erwachsene. In den Medien sind Coming-out-Geschichten längst nicht mehr ein so großes Tabu wie noch vor 20 Jahren. Wer denkt aber bei einem Coming-out an Erwachsene, die in einer langjährigen heterosexuellen Beziehung oder Familie leben? Gibt es überhaupt Unterschiede zwischen einem späten und einem frühen Coming-out?

Was die Gefühle der Betroffenen betrifft, finden sich wenige Unterschiede. Ob man als Teenager und junger erwachsener Mensch seine Liebe zum gleichen Geschlecht entdeckt oder ein spätes Coming-out durchlebt — ein Coming-out ist in den allermeisten Fällen ein Prozess, der phasenweise verläuft. 

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Mehrgenerationentreffen

Demografischer Wandel und Homosexualität

Die demografische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern verweist für die kommenden 20 Jahre auf steigende Bedarfe für ältere Seniorinnen und Senioren. Das betonte Ulf Schiller, Referatsleiter Familienförderung im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales auf der Fachtagung zu Homosexualität und Alter. Die Teilnehmenden der im November vom LSVD-Landesverband MV Gaymeinsam durchgeführten Tagung erarbeiteten ein 11-Punkte Papier zu den Herausforderungen einer integrativen, lesbisch-schwulen Seniorinnen- und Seniorenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern. 

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Gegen Ausgrenzung von Transgender

Selbsthilfe- und Freizeitgruppe im Saarland

Claudia und John werden heiraten. Das ist an und für sich nicht weiter erwähnenswert, wäre es nicht die erste Eingetragene Lebenspartnerschaft von Transsexuellen im Saarland. Unter den Hochzeitsgästen viele LSVD-Mitglieder und die Transgender-Gruppe aus dem Checkpoint. Denn dort, im Informations‑, Kommunikations- und Beratungszentrum des saarländischen LSVD-Landesverbandes treffen sich Claudia und John einmal im Monat mit anderen Transgender. 

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Diskriminierungsrisiko Trans

Studie zur Lebenssituation Transsexueller in NRW

Transsexuelle sind in vielen Lebensbereichen, etwa im Erwerbsleben, in der Familie, im Wohnumfeld, im Bildungs‑, Gesundheits- und Versicherungswesen, im Freizeitbereich oder nicht zuletzt im öffentlichen Raum einem erheblichen Diskriminierungspotential ausgesetzt. Es gibt zu diesem Umstand in Deutschland kaum empirisch belastbare Untersuchungen, den bislang erhobenen Studien liegen keine eigenen Feldforschungen zugrunde, sondern nur Daten, welche in anderen Ländern erhoben wurden.

Im Rahmen des „Aktionsplanes für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ fördert das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen die vom LSVD NRW konzipierte erste empirischen Studie zur Lebenssituation von Transsexuellen. 

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Homosexuelle Soldatinnen und Soldaten schreiben an Militärbischofsamt

Dokumentation: Offener Brief der AHsAB an den Militärbischof Overbeck

 

Sehr geehrter Herr Militärbischof Overbeck,

Sie haben sich in der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe vom 30.07.2011, S. 8 ) zum wiederholten Male äußerst negativ, ja sogar diffamierend gegenüber Homosexuellen geäußert. Wörtlich sagten Sie demnach: „Praktizierte Homosexualität ist objektiv sündhaft, auch wenn homosexuellen Menschen mit Achtung zu begegnen ist.“ Diese Aussage können wir als Interessenvertretung aller homosexuellen, bisexuellen und transsexuellen Angehörigen der Bundeswehr nicht akzeptieren. Sie verstoßen hiermit eindeutig gegen die in Artikel 1.1 des Grundgesetzes genannten Rechte, welche dort unumstößlich verankert sind.