Lady Phyll ist eine international bekannte britisch-ghanaische Aktivistin. Sie ist Gründerin und Leiterin/CEO von UK Black Pride, eine großartige Rednerin und wir freuen uns sehr, dass sie nach Berlin kommt!
LSBTIQ*-Menschenrechte werden machtpolitisch instrumentalisiert. Repressive Regierungen und einzelne Politiker verweigern, kritisieren oder beschränken sie, um von ineffizientem Regierungshandeln und eigenem Fehlverhalten abzulenken. In wirtschaftlichen Krisen oder Phasen des ökonomischen Niedergangs steigen Anfeindungen und Bedrohungen von queeren Menschen durch Regierende – oft mit Hilfe von homophoben religiösen Autoritäten, beispielsweise fundamentalistischen Kirchenvertretern, flankiert von aggressiver Hetze durch Medien (digitale und konservative Medienkanäle/-formate).
Auf Einladung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit Interkontinental las und diskutierte die Autorin Trifonia Melibea Obono aus Äquatorialguinea in der InterKontinental BuchBar “One More Chapter” in Berlin mit Klaus Jetz, dem Geschäftsführer der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Sie sprachen im Juni 2025 über das Werk der Autorin, ihren Aktivismus und die aktive Rolle queerer und feministischer Bewegungen für gesellschaftliche Veränderungen auf dem afrikanischen Kontinent.
Weltweit geraten die Rechte von Frauen und LSBTIQ* zunehmend ins Visier von repressiven Bewegungen. In Afrika wird der Kampf um Menschenrechte – insbesondere sexuelle und reproduktive Rechte – sowohl vom kolonialen Erbe als auch von aktuellen geopolitischen Umbrüchen geprägt. Der Rückzug der USA aus ihrer Führungsrolle in der finanziellen Förderung von Entwicklungszusammenarbeit und der wachsende Einfluss global agierender, religiös geprägter Interessengruppen auf Anti-LSBTIQ-Gesetzgebungen erschweren die Arbeit von feministischen und LSBTIQ* Menschenrechtsverteidiger*innen zusätzlich. Angesichts dieser vielschichtigen globalen Angriffe auf die Rechte von LSBTIQ ist es entscheidend, solidarisch und mit einer klaren dekolonialen Haltung zu reagieren. Ein Webtalk der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit Amnesty International. Es diskutieren: Stella Nyanzi, (she/her), feministische Aktivistin und Wissenschaftlerin; Uganda/Deutschland, Monalisa Akintole, (she/her), Uganda National Trans Forum; Uganda, Florence F /Khaxas, (she/her), Y‑FEM; Namibia, Omar van Reenen, (they/them), Equal Namibia; Namibia, moderiert von Monty Dhanjal, (none/they), Trainer, Facilitator, Aktivist, Deutschland.
“Celebrating Pride and diversity — Together against racism, anti-queerness and populism” was the title of the discussion in the Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis at the German Protestant Church Congress 2025 in Hanover. The event took place as part of the “Centre Rainbow and Gender”. The event commemorated the Imam Muhsin Hendricks, Executive Director Al-Ghrubaah Foundation, Capetown/South Africa, who had been invited as a panelist and fell victim to a hate crime near his home in February 2025. An obituary for Muhsin Hendricks can be found here.
“Celebrating Pride and diversity — Together against racism, anti-queerness and populism” war der Titel der englischsprachigen Veranstaltung in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Zentrums Regenbogen und Geschlechterwelten statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde des Imams Muhsin Hendricks, Executive Director Al-Ghrubaah Foundation, Capetown/South Africa gedacht, der als Panelist geladen war und im Februar 2025 nahe seines Wohnorts einem Hassverbrechen zum Opfer fiel.
Anti-rights-movements increasingly target LGBTQI+ and women’s rights globally. Across the African continent, the struggle for human rights and particularly for sexual and reproductive rights is shaped by both colonial legacies and contemporary geopolitical shifts. The U.S.’s departure from its leadership role in development cooperation and humanitarian aid, and the impact of globally operating faith-based actors in shaping anti-LGBTQI+ legislation impact feminist and LGBTQI+ human rights defenders. In this time of multilayered global assault on the rights of LGBTQI+ individuals, it is crucial to respond in solidarity and in a way that takes a decolonial approach seriously.
Weltweit geraten die Rechte von Frauen und LSBTIQ* zunehmend ins Visier von repressiven Bewegungen. Auf dem afrikanischen Kontinent wird der Kampf um Menschenrechte – insbesondere sexuelle und reproduktive Rechte – sowohl vom kolonialen Erbe als auch von aktuellen geopolitischen Umbrüchen geprägt. Der Rückzug der USA aus ihrer Führungsrolle in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe sowie der wachsende Einfluss global agierender, religiös geprägter Akteurinnen auf Anti-LSBTIQ-Gesetzgebung stellen feministische und LSBTIQ* Menschenrechtsverteidigerinnen vor große Herausforderungen. Inmitten dieser vielschichtigen globalen Angriffe auf die Rechte von LSBTIQ ist es entscheidend, solidarisch und mit einer klaren dekolonialen Haltung zu reagieren.
Muhsin Hendricks, der erste offen schwul lebende Imam weltweit, wurde Am 15. Februar 2025 in wurde in einem Wohngebiet in Bethelsdorp bei Gqeberha (Nelson Mandela Bay Metropolitan Municipality, Südafrika) erschossen. Sein Mörder floh unerkannt.