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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Gut informiert aktiv werden

Vernetzung, Bündnispolitik und Inklusion

Szenfuka Warry (Freedom and Roam Uganda) - Foto: Caro KadatzDeutschland als wichtiger Akteur der Entwicklungspolitik ist bislang weitgehend unbedarft und zum Teil sträflich unachtsam mit der problematischen Menschenrechtssituation von Homo- und Transsexuellen umgegangen. Das gilt für die Politik der bisherigen Bundesregierungen aber auch für die internationale Arbeit von privaten und politischen Stiftungen, Organisationen der Kirchen und vielen anderen NGOs.

Nach der jüngsten „Studie Regenbogenphilanthropie“ der Dreilinden gGmbH sind im Jahr 2011 von Deutschland aus etwa 7,7 Millionen Euro für internationale Maßnahmen ausgegeben worden, die Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transsexuellen (LGBT) zugute kommen sollen. Zwar ist das eine erfreuliche Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Jahren, aber immer noch skandalös wenig. Angebote für Intersexuelle, das I in LGBTI, fehlten vollständig. Mehrere zehntausend Mal höher ist die Summe, die Deutschland ansonsten für internationale Zusammenarbeit einsetzt. Zwei Hauptfragen stellen sich hier: Wie kann dafür gesorgt werden, dass mehr Geld investiert wird, das LGBTI weltweit unterstützt? Wie kann sichergestellt werden, dass die Maßnahmen LGBTI auch helfen und nicht etwa gut Gemeintes schadet? An diesen Fragen arbeitet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung mit ihrer Plattform LGBTI-Menschenrechte. 

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„Inspirierende Reise“ und „wertvolle Investition“

Afrikanische Aktivisten ziehen positives Resümee ihrer Besuchsreise in Berlin

Vom 18. bis 25. November 2012 hielten sich auf Einladung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und des Auswärtigen Amtes 13 schwule und lesbische Aktivistinnen und Aktivisten aus elf afrikanischen Ländern und dem Libanon in Berlin auf. Sie trafen zusammen mit Journalistinnen und Aktivisten, Politikerinnen und Kirchenvertretern. Der Schwerpunkt der einwöchigen Informationsreise lag im Bereich Religion und Homophobie.

Auf dem Programm standen zudem ein Besuch am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen sowie eine halbtägige Konferenz im Auswärtigen Amt zum Thema „Verfolgung sexueller Minderheiten und die Rolle der Religionsgemeinschaften in Afrika.“

Wir wollten von unseren Gästen wissen, ob ihre Erwartungen erfüllt wurden? Was hat die Reise gebracht? Wie geht es weiter? Wir baten um eine Einschätzung und Bewertung der Informationsreise nach Berlin und dokumentieren einige der Stellungnahmen. 

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LGBTI und Entwicklungszusammenarbeit der Kirchen

Vortrag von Tim Kuschnerus (Evangelischer Geschäftsführer der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung) auf der Tagung „Religionsgemeinschaften in Afrika. Stärkung und Schutz von LGBTI-Menschenrechtsverteidigern“ am 22.11.2012 im Auswärtigen Amt in Berlin

1998 habe ich an der Achten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Harare, Simbabwe teilgenommen. Als Ökumenereferent der Evangelischen Kirche in Deutschland war ich auf der Vollversammlung der Geschäftsführer der 33köpfigen Delegation der EKD. Im Vorfeld der Vollversammlung zeichnete sich ab, dass das Thema Homosexualität eine Rolle spielen könnte. Zwei Mitgliedskirchen protestierten angesichts der zahlreichen homophoben Äußerungen von Staatspräsident Robert Mugabe gegen die Durchführung in Simbabwe. Schwul-lesbische Aktivisten aus Nordamerika signalisierten, dass sie in Harare gegen Mugabe protestieren wollten. 

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Konferenz: Verfolgung sexueller Minderheiten und die Rolle der Religionsgemeinschaften in Afrika

Besuchsreise homosexueller Aktivisten aus Afrika in Berlin (III)

Das Auswärtige Amt war am Donnerstagmittag Gastgeber für eine öffentliche Konferenz im Rahmen des Besuchsprogramms der Aktivistinnen und Aktivisten aus elf afrikanischen Staaten und dem Libanon. Im bis auf den letzten Platz besetzen Saal des Besucherzentrums eröffnete Axel Hochrein im Namen der Hirschfeld-Eddy-Stiftung die Konferenz.

In einem Eingangsstatement erläuterte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Markus Löning, die Anstrengungen der deutschen Außenpolitik zur Stärkung und Schutz von LSBTI-Menschenrechtsverteidigerinnen und ‑verteidigern. Neben einem gemeinsamen und abgestimmten Vorgehen auf UN- und EU-Ebene werden auch gezielt, in bilateralen Regierungsgesprächen, die Einhaltung der Menschenrechte von LSBTI-Menschen angemahnt, aber auch Gespräche mit den LSBTI-Organisationen vor Ort geführt. 

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Homosexualität und katholische Kirche

Besuchsreise homosexueller Aktivisten aus Afrika in Berlin (II)

Nachdem am Montag die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus und Lehren aus der Geschichte im Mittelpunkt des Programms standen, ging es gestern vor allem um die religiöse begründete Homophobie, insbesondere im Christentum und im Islam.

Zunächst lieferte der ehemals für den Vatikan tätige katholische Theologe und Philosoph David Berger wichtige Einblicke in die römisch-katholische Ideologie in Bezug auf Homosexualität und den Umgang mit Homosexuellen. Er erläuterte die „scheinheilige und unlogische Konstruktion“ in der päpstlichen Lehre von der homosexuellen Veranlagung einerseits, der mit Mitleid begegnet werden müsse, und der praktizierten Homosexualität anderseits, die eine Todsünde sei. 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Lesben und Schwule aus Afrika zu Besuch in Berlin

Besuchsreise homosexu- eller Aktivisten aus Afrika in Berlin (I)

Sie sind gerne gekommen: Seit gestern sind 13 schwule Aktivisten und lesbische Aktivistinnen aus elf afrikanischen Staaten und dem Libanon in Berlin. Eingeladen haben die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und das Auswärtige Amt in Berlin auf. Die Informationsreise steht unter dem Titel „Homosexualität und Religion“. Das Wochen- programm ist prall gefüllt. Neben Workshops mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem LSVD finden Veranstaltungen im Deutschen Institut für Menschenrechte, in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und dem Abraham Geiger Kolleg statt. 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Veranstaltungen

Mit wenig Geld viel erreichen

 Zusammenarbeit mit dem Projekt Magrim in Malawi

Arno Oevermann (Rat und Tat Bremen) und Michael von Studnitz (Reisende Werkschule Schollen) zeigten am Beispiel vom Malawian Gay Rights Movement (MAGRIM) auf wie eine schnelle und erfolgreiche Unterstützung gelingen kann. Wie in so vielen afrikanischen Staaten gilt auch in Malawi Homosexualität als unafrikanisch. Religiös-fundamentalistische Organisationen füllen nach dem Rückzug des Staates zudem die Lücken in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung und Armutsbekämpfung. 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Veranstaltungen

4. Fachtag Regenbogenphilanthropie. Respekt stiften — Menschenrechte stärken.

Die Veranstalterinnen und ihre Ziele

In über 75 Staaten der Erde ist Homosexualität ein Straftatbestand und gleichgeschlechtliche Liebe wird mit drakonischen Strafen bis hin zu Hinrichtungen geahndet. Aufgrund von staatlicher wie gesellschaftlicher Verfolgung können die meisten Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) nur ein Leben im Schatten führen. Gleichzeitig arbeiten Aktivistinnen und Aktivisten weltweit mutig und fieberhaft für die Menschenrechte von LGBTI. Wie können diese von Deutschland aus sinnvoll unterstützt werden? 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Veranstaltungen

„Was sind gute Formen der Solidarität und Unterstützung?“

Welchen Beitrag können Stiftungen, gesellschaftliche Akteure sowie die staatliche Entwicklungszusammenarbeit und Auswärtige Politik für die Verbesserung der Situation und des Alltags von LGBTI leisten? Das internationale Panel des 4. Fachtags Regenbogenphilan-thropie moderiert von Arn Sauer (TriQ) fragte dazu Arsham Parsi (Iran/Kanada), Polina Savchenko (Russland); eine Aktivist*in aus Algerien und Stephane Djedje (Kamerun/Großbritannien).

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Veranstaltungen Verband

„Call Me Kuchu“ – LSVD begleitet Kinostart in Hamburg

Uganda ist für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) eines der gefährlichsten Länder der Welt. Dort hat David Kato um Anerkennung, Würde und die Menschenrechte gekämpft und das mit seinem Leben bezahlt. Der Film „Call Me Kuchu“ erzählt von ihm und seinen tapferen Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Zusammen mit dem LSVD präsentieren die Regisseurinnen Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright ihren Film anlässlich des deutschen Kinostarts auch im Hamburger Abaton Kino.