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Europa ist mehr als blau-gelb

Auftakt der Europäischen Regenbogenfamilien-Konferenz in Köln

Die Sonne scheint in Köln, anders als zu Hause, weswegen ich auch mit Stockschirm auf die Jugendherberge Köln-Diehl zulaufe, wo die dritte europäische Regenbogenfamilien-Konferenz stattfinden soll. Da ich die letzten Jahre auch immer auf den deutschen Regenbogenfamilien-Konferenzen in Berlin war, ist der Anblick mir schon bekannt. Viele Mütter- oder Väterpaare spielen oder unterhalten sich mit ihren Kindern, bevor es bei der Eröffnung einige Reden zu überstehen gilt. Anders ist diesmal der Ort, Köln statt Berlin, anders auch die Alterspanne der Kinder. Hier sind vom Baby bis zum erwachsenen jungen Mann (der selbst schon Vater ist, wie ich später erfahre) also auch erwachsene Kinder dabei. Und anders ist auch das Sprachgewirr, kein Wunder bei Familien aus 19 verschiedenen Ländern. Hier wird die blaue Europa-Fahne mit den goldenen Sternen bunter, die Regenbogenfahne weht gleichberechtigt neben ihr, überdeckt sie manchmal durch das Spiel des Windes. 

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Viele Politiker haben keine Ahnung von Regenbogenfamilien, sie kennen keine.”

Robert BiedronRobert Biedron ist seit 2011 Mitglied des polnischen Parlaments. Seither engagiert sich der offen schwule Politiker auch in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Im September 2013 wurde er vom Ausschuss für Gleichheit und Nichtdiskriminierung einstimmig zum Generalberichterstatter für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) ernannt. Klaus Jetz sprach mit Robert Biedron, der in Köln an der vom LSVD organisierten europäischen Regenbogenfamilienkonferenz teilnahm.

Was ist Dein erster Eindruck von unserer Regenbogenfamilienkonferenz?

Ich habe nie so viele Regenbogenfamilien versammelt gesehen, das macht Eindruck und öffnet einem die Augen, das müssten auch andere Politiker sehen. Ich bin begeistert. In Polen und Osteuropa ist die Situation anders, weniger offen. Hier diskutiert man über Regenbogenfamilien auf einem viel höheren Niveau. In Osteuropa wäre es schwierig, eine solche Konferenz zu organisieren, die Agenda wäre eine andere, ein öffentliches Coming-out wie hier wäre noch undenkbar. 

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Bürger- und Menschenrechte für Lesben, Schwule und Transgender

Der 26. LSVD-Verbandstag

Im Großen Saal der Verdi-Bundesverwaltung nahe der Spree begrüßten Anja Kofbinger (LSVD-Landesvorstand Berlin-Brandenburg) und Martin Pfarr (LSVD-Bundesvorstand) die rund 150 Besucherinnen und Besuchern und eröffneten den 26. Verbandstag.

Dilek Kolat und Axel Hochrein (LSVD-Bundesvorstand) - Foto: Markus Ulrich / LSVD Die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat (SPD) betonte in ihrem Grußwort an die LSVD-Mitglieder, dass sie mit dem LSVD Schulter an Schulter für die Sichtbarmachung von Lesben, Schwulen und Trans-Menschen arbeite. Besonders hob sie die gute Zusammenarbeit mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg hervor. Nicht-Diskriminierung sei ein ganz zentrales Thema ihrer Arbeit und sie verstehe es als Geschenk, dass es in Berlin Vielfalt gebe. Emanzipation, Selbstbestimmung und Gleichbehandlung. Es gebe bereits zahlreiche Erfolge im Kampf um gleiche Rechte und alltäglichen Respekt in der Hauptstadt, teilweise müsse das Bundesverfassungsgericht der Politik noch nachhelfen. Trotzdem gebe es angesichts der alltäglichen Homo- und Transphobie auch in Berlin noch viel zu tun. Sehr wichtig sei ihr auch die Aufarbeitung der Verfolgungsgeschichte von Schwulen. Senatorin Kolat stellte sich auf die Seite der Opfer des § 175, deren Schicksal ihr sehr nahegehe und sprach sich für eine zügige „kollektive Wiedergutmachung“ und eine „soziale Rehabilitation“ der Opfer aus.

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Hingehen — Europaweit gleiche Rechte und Respekt wählen!

Verbandstag 2014 — Foto: Caro KadatzFür ein Europa gegen Homophobie, Transphobie und Diskriminierung – Die Europäische Union muss auch in Zukunft die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) schützen

Beschluss vom 26. LSVD-Verbandstag (Berlin, April 2014)

Vom 22. bis 25. Mai 2014 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum achten Mal das Europäische Parlament. In Deutschland findet die Wahl am 25. Mai 2014 statt. Der LSVD hat die Wahl zum Anlass genommen, die Parteien zu ihren Positionen zu befragen. Die Fragen konzentrierten sich u.a. auf die Einführung einer EU-weiten Roadmap für Gleichheit, den Ausbau der Antidiskriminierungsrichtlinie, den Schutz der Menschenrechte von LSBTI, auf Maßnahmen gegen homo- und transphobe Hassverbrechen, auf die europaweite Anerkennung neuer Familienformen, die Gewährleistung der Rechte von Trans- und Intersexuellen,  die Bekämpfung von Mobbing an Schulen sowie auf das Thema Aufnahme von verfolgten Homo- und Transsexuellen und Gewährung von Asyl in der EU

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Lisa Green neue Vizepräsidentin der NELFA

LSVD-Aktivistin für mehr Forschung zu Regenbogenfamilien 

Dr Lisa GreenAuf der Vollversammlung der NELFA in Maastricht am vergangenen Samstag wurde Dr. Lisa Green als Repräsentation des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) zur Vizepräsidentin gewählt. Der LSVD freut sich über die Wahl und gratuliert herzlich!

Die in den USA geborene Psychologin Lisa Green, die in den letzten zwei Jahren im Vorstand des LSVD Baden-Württemberg aktiv war, will sich für die Intensivierung der Forschung zur Regenbogenfamilien einsetzen. Zudem arbeitet sie daran, mehr Organisationen aus osteuropäischen und skandinavischen Ländern in das Netzwerk zu integrieren. Green, selbst Mutter von drei Kindern, lebt und arbeitet in Konstanz, ihr fachlicher Schwerpunkt sind die systemische Therapie und die Familienberatung. Sie begleitet die Bewegung von Regenbogenfamilien in Deutschland seit 20 Jahren und ist seit 2009 für den LSVD bei NELFA tätig. 

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Different Families, Same Schools”

Der LSVD lädt ein zur dritten Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien!

Different Families, Same Schools”
1. – 4. Mai 2014 in Köln

DruckIm Alltag aller Familien spielt die Schule eine zentrale Rolle. Kinder und Jugendliche lernen und erproben hier, wie soziales Miteinander gelingen und Gesellschaft aussehen kann. Moderne Schulen können und sollen einen Raum bieten, der die gelebte gesellschaftliche Vielfalt widerspiegelt und die Fülle sexueller Identitäten und familiäres Miteinander positiv erfahrbar macht.

Welche Erfahrungen machen Kinder aus Regenbogenfamilien heute in Europas Schulen? Welche Wege werden eingeschlagen, um die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Regenbogenfamilien im pädagogischen Alltag zu verbessern? Was können wir von unseren Nachbarländern lernen? Wie können wir einander unterstützen und langfristig mehr Vielfalt in den Schulen Europas verankern?