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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

100% Mensch

Der Song für Menschenrechte

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Die Welt spaltet sich! Auf der einen Seite gibt es in vielen Ländern sehr positive Entwicklungen für Lesben, Schwule und Transmenschen: Eheschließungen, eingetragene Partnerschaften, Gleichstellung bis hin zum Adoptionsrecht. Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber die Richtung ist klar: Hin zu einer freieren und offeneren Gesellschaft.

100 Prozent Mensch Gruppe - Foto: 100% MenschIn vielen anderen Ländern erleben wir aber gerade genau das Gegenteil: die Rückkehr in eine Zeit der Verfolgung, Unterdrückung und staatlich legitimierten Gewalt gegenüber allem, was nicht der Heteronormativität entspricht. Wir haben es satt im Fernsehen Berichte darüber zu sehen, wie die Men­schen­­würde in Russland, Uganda, Indien, dem arabischen Raum und in so vielen anderen Ländern mit Füßen getreten wird. Wir haben es satt, dass auch in Deutschland homophobe Parolen wieder salonfähig werden. Wir haben es satt, dass menschenverachtende Stimmen einen Platz in den Medien bekommen und wir haben es satt, dass wir für jede Selbstverständlichkeit der Gleichberechtigung kämpfen und sie am Ende höchstrichterlich durchboxen müssen. Wir wollen nicht mehr als Andere – wir wollen einfach nur dieselben Rechte wie alle. 

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Verband

Haben Samenspender ein Auskunftsrecht?

regenbogenfamilieZum Beschluss des OLG Hamm vom 07.03.2014 (13 WF 22/14)

Das OLG Hamm hat in einem Prozesskostenhilfeverfahren entschieden, dass die Mutter eines durch Samenspende gezeugten Kindes dem Samenspender auf Verlangen Auskunft über die persönlichen Verhältnisse das Kind geben muss, weil der Samenspender  ein berechtigtes Interesse an der Auskunft habe und diese dem Kindeswohl nicht widerspreche. Es sei zwar nicht zu verkennen, dass der Samenspender die Mutter und auch andere Mütter seiner Kinder belästige, wie die im Verfahren vorgelegten Emails bezeugten. Dabei wähle er den Frauen gegenüber auch vulgäre und die Grenze einer Strafbarkeit überschreitende beleidigende Äußerungen. Das beschriebene Verhalten des Samenspenders ändere aber nichts an seiner Vaterschaft und dem ihm grundsätzlich zustehenden Auskunftsanspruch. Die WAZ hat deshalb in ihren Bericht über diesen Beschluss gemeint: „Hunderten lesbischen Frauen, die Mütter werden, aber mit dem Samenspender nichts zu tun haben wollen, bereitet eine Erklärung des Oberlandesgerichts Hamm schlaflose Nächte“. Deshalb möchten wir Folgendes klarstellen:

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Being Ourselves! Being Resilient!“

Lesbenbewegung in Namibia

Elizabeth Khaxas - Foto: Caro Kadatz/LSVDWir selbst sein! Widerstandsfähig sein!“ – so heißt eine der Broschüren, die das Women´s Leadership Centre (WLC) in Windhuk herausgibt. Untertitel: „A guide to well-being for young lesbians in Namibia“. Geschrieben und konzipiert von Liz Frank und Elizabeth Khaxas, die das WLC im Jahr 2004 gegründet haben.

Liz und Elizabeth – sind wohl das prominenteste Lesbenpaar im Land, ihr Rechtsstreit um den Aufenthaltsstatus von Liz ist zum Lehrstück heutiger Jurastudenten geworden. Sie haben den Rechtsstreit gewonnen, allerdings nicht auf der Grundlage ihrer Beziehung, das L‑Wort sollte wohl vermieden werden. Liz lebt seit über zwanzig Jahren als Journalistin und Aktivistin im Land, Elizabeth gründete 1989 die Zeitschrift „Sister Namibia“, beide gelten als die Gründerinnen der Lesbenbewegung Namibias. 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Namibia der selbstbewussten Frauen

Elizabeth Khaxas und Liz Frank vom Women’s Leadership Centre kommen nach Berlin

34526ed515Harmful cultural pratices“, so werden Normen, Werte und Riten genannt, die im Namen der Tradition die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen einschränken oder negieren. Die Frauen des Women’s Leadership Centre (WLC) in Namibia setzen dagegen Selbstbestimmung und Empowerment für Frauen. Schwerpunktthemen des 2004 gegründeten Projekts in der Hauptstadt Windhoek sind daher die Gewalt gegen Mädchen und Frauen, die sehr hohe Prävalenz (Anfälligkeit) für HIV/Aids sowie Geschlechter- und Machtverhältnisse. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den Folgen kolonialer Unterdrückung durch Deutschland und Südafrika. 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Einladung zur Vernissage: “Wir erschaffen unser eigenes Ebenbild”

8. April 2014, 18:00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin

Copyright: Liz CanvasDiskriminierung, Gewalt und gesellschaftliche Unsichtbarkeit bestimmen die Lebensrealität lesbischer Frauen in Namibia. Die Fotoausstellung “Wir erschaffen unser eigenes Ebenbild” ist eine selbstbewusste Auseinandersetzung mit lesbischer Identität und lesbischen Selbstbildern junger Frauen aus Namibia.

Durch die Initiative des Berliner Projekts SODI (Solidaritätsdienst-international e.V.) ist die Ausstellung nun in Deutschland zu sehen. Elizabeth Khaxas und Liz Frank vom Women‘s Leadership Centre (WLC) aus Windhoek sind zur Eröffnung dabei und stehen für Fragen zur Verfügung.

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) laden zur Vernissage am 8. April um 18:00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte ein. 

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Verband

Freiheit der Liebe für alle“

Googoosh, die persische Marlene Dietrich, singt über lesbische Liebe

Ich kann meine Tränen immer noch nicht zurück halten und so geht es bestimmt auch vielen anderen Menschen aus dem Iran, vor allem den lesbischen Frauen unter uns. Was ist geschehen? 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Projekte

Sichtbarkeit ist auch ein Risiko

Stärkung von Lesben und Transgender in Subsahara-Afrika

Womens Leadership Center in NamibiaVor neun Jahren, im März 2005, ging die „Koalition afrikanischer Lesben“ das erste Mal an die Öffentlichkeit. Aktive aus dem Kontext der Frauenbewegung, aus Lesben- und Transprojekten sowie der Arbeit für sexuelle und reproduktive Rechte hatten zwei Jahre darauf hingearbeitet. Eine Frau fehlte: Fannyann Eddy aus Sierra Leone. Sie, die vor dem UN-Menschenrechtsrat gefordert hatte, lesbische Frauen in Afrika nicht zu vergessen, war kurz zuvor brutal ermordet worden. 

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Veranstaltungen

Umstellung auf Warp-Antrieb“

Laudatio von Renate Rampf zur Verleihung des Augspurg-Heymann-Preises an die Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer
30. Juni 2013, Bochum

Prof. Dr. Susanne Baer - Foto: Elke VahleSehr geehrte
Frau Bundesverfassungsrichterin,
sehr geehrte Frau Staatssekretärin,
sehr geehrte Damen und Herren,

kennen Sie das Pelze, die Begine, die Zwei oder die Schokofabrik? Es sind Namen von Frauenorten, von Orten politischer Auseinandersetzung und Symbole lesbischer Selbstbestimmung im Berlin der 80er und 90er Jahre. Mittendrin eine, die schon wegen ihrer Körpergröße auffällt. Die Insiderinnen erzählen mir: „Susanne Baer war immer in Jeans und Karohemden unterwegs“. Mit Karohemd ist sie dann auch in einer Talkshow zu sehen, die lesbische Aktivistin im Fernsehen. „Engagiert und eloquent“ sei sie gewesen und „sehr feministisch“. Für die CSDs schmeißt sie sich in Schale: Sie hat Spaß daran, die Geschlechterverhältnisse zu parodieren. Sie geht in der Gruppe der Freundinnen mit Minirock oder als Drag und wird so kaum erkannt. 

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Verband

Eine gewordene Frau

Maria Sabine Augstein hat historische Entscheidungen erfochten

Schon lange bevor sie in den SVD eintrat, hatte sie als Anwältin den juristischen Kampf gegen Diskrimi-nierung von Lesben, Schwulen und Transsexuellen aufgenommen. Ihre Arbeit führte zu Urteilen des Bundesverfassungs-gerichtes, die als historisch einzustufen sind. Aber sie hat auch dafür gesorgt, dass die Geschichte unseres Verbandes heute eine andere ist als vor ihrem Eintritt. Maria Sabine Augstein, die Frau mit dem scharfen Verstand und dem langen Atem. 

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Verband

Aufruf zur Teilnahme an der ersten europäischen Online-Befragung zur Homophobie und Transphobie

Am 28. März startet unter dem Titel „Europäische LGBT Studie“ die erste Online-Befragung der EU-Grundrechteagentur (FRA) zur Homophobie und Transphobie in den EU-Mitgliedsstaaten und dem Beitrittsland Kroatien.

Die Befragung wird von Gallup Europe in allen EU-Sprachen und türkischer Sprache durchgeführt, läuft bis 20. Juli 2012 und soll erstmals verlässliches und vergleichbares Datenmaterial zur Verbreitung von Homophobie und Transphobie in den 28 Ländern liefern. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen, systematischen Studie sollen im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden.