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Hirschfeld-Eddy-Stiftung Veranstaltungen

Democracy for All: Politische Teilhabe von LGBTI in der Region westlicher Balkan

Vorkonferenz als Auftaktveranstaltung

Klaus Jetz (Hirschfeld-Eddy-Stifung) - Foto: Hirschfeld-Eddy-StiftungRund 80 LGBT-Aktivist_innen und Parlamentarier_innen aus Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Albnien, Kosovo, Kroatien sowie Westeuropa und der Türkei kamen heute zu einer Vorkonferenz im serbischen Parlament zusammen. Dies war der Auftakt einer dreitägigen Konferenz, die die Hirschfeld-Eddy-Stiftung zusammen mit Labris und dem Gay and Lesbian Victory Institute sowie mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes durchführen.

Ljiljna Malusic, Mitglied im Ausschuss für Gleichberechtigung im serbischen Parlament, hob den Wandel und Fortschritt hervor, der für LGBTI in der Region mit Unterstützung einiger Regierungen erzielt werden konnte. So finden Sensibilisierungsmaßnahmen in staatlichen Behörden, Polizeipräsidien und anderen Institutionen statt, LGBTI-Fragen finden Eingang in Aktionspläne, und der serbische Staat sei bemüht, auch homophobe und transphobe Gewalt zurückzudrängen. 

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Dank aus Serbien

Klaus JetzKlaus Jetz von Labris ausgezeichnet

Die serbische Lesbenorganisation Labris ehrt den LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz für seine Unterstützung und Partnerschaft. Gemeinsam mit Labris konnte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung im September 2014 in Belgrad eine Konferenz zu den Menschenrechten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* organisieren. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und auf eine weitergehende Kooperation.“, so Klaus Jetz. Die Konferenz ist ein wichtiger Schritt für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt in der westlichen Balkanregion gewesen. Neben zahlreichen NGOs aus Serbien, dem Kosovo, Kroatien, Montenegro und Mazedonien nahmen auch Parlamentarierinnen, Diplomaten und Politikern aus Deutschland, der EU, Norwegen und der USA wie beispielsweise der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Christoph Strässer teil.

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Erfolge und Rückschläge im Kampf um gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt

ILGAEuropäischer Rückblick bei der ILGA-Konferenz in Riga (Konferenzbericht Teil 2)

Ein Hauptthema der gegenwärtig stattfindenden ILGA-Konferenz ist der nachhaltige soziale Wandel, für den sich die LGBTI-Bewegung in Europa einsetzt. Zunächst gab es einige Erfolge der letzten Monate zu feiern, an denen die Mitgliedsorganisationen beteiligt waren, etwa die wichtige Mobilisierungskampagne im Vorfeld der Europawahlen, die erste CSD-Demonstration in Nikosia, den Accept-LGBT Cyprus im Mai 2014 organisierte und an der, für die Organisatoren völlig überraschend, Tausende von Menschen teilnahmen. Ebenso der CSD in Belgrad, der kürzlich ohne Verbote und Angriffe über die Bühne ging. Doch auch Rückschläge wurden benannt: die Verfassungsänderung in Kroatien, die nunmehr die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau definiert, die Ereignisse in Russland u.a. das sog. Propagandaverbot oder die verbohrte Gender-Ideologie-Debatte, die mittlerweile überall in Europa um sich greift und den Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft immer weiter einzuschränken scheint. 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Demonstrationszug im Rahmen der Belgrader Menschenrechtskonferenz

Die Nachricht von dem brutalen und sinnlosen Überfall in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Belgrader Innenstadt war ein Schock für alle, die an der Konferenz teilnahmen. Zusammen mit unserer Partner-Organisation Labris hat die Hirschfeld-Eddy-Stiftung entschieden, die Konferenz fortzuführen, allerdings mit geändertem Programm. Es wurde ein Demonstrationszug vom Tagungsort vor das Belgrader Rathaus organisiert. Dieser wurde von einem massiven Polizei-Aufgebot geschützt. Angesichts vereinzelter hasserfüllter Rufe von Passanten am Rande der Demonstration schien dies auch notwendig.

Fotos: Ljiljana Bozovic (Labris)

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Gemeinsame Resolution gegen Gewalt und Hassverbrechen

Foto: Ljiljana Bozovic (Labris)Ein deutscher Freund und Teilnehmer an unserer Konferenz “Die Zukunft gehört uns. LGBT-Rechte und der Weg in die EU“ wurde in der Nacht zwischen den beiden Konferenztagen überfallen und lebensgefährlich schwer verletzt.

Die Organisatoren Labris und Hirschfeld-Eddy-Stiftung zusammen mit den Mitveranstaltern Civil Rights Defenders und YUCOM haben entschieden, das heutige Programm zu ändern, um darüber zu diskutieren, was nach einer solchen Tat getan werden kann. 

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Menschenrechtskonferenz in Belgrad

Fotos vom ersten Konferenztag (12.09.2014)

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

EU-Integration als Vehikel für mehr Diskriminierungsschutz

Konferenzauftakt in Belgrad

20140912_112856Die von Labris und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung organisierte Konferenz „Die Zukunft gehört uns. LGBT-Rechte und der Weg in die EU“ begann heute Morgen in Belgrad. Rund 150 Personen fanden trotz strömenden Regens den Weg ins Hotel Metropol . In ihrer Begrüßungsrede betonte Dragana Todorovic von Labris die Bedeutung der Konferenz  für Labris und die LGBT-Community in Serbien. „Zunächst ist sie ein weiterer Meilenstein in unserem Engagement für mehr Rechte und Gleichheit von LGBT in der westlichen Balkan-Region. Auch kommt sie zum richtigen Zeitpunkt, denn Serbien befindet sich seit letzten Dezember im Aufnahmeprozess für die EU.“ 

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

The future belongs to us”

Eröffnung der Konferenz LGBTI-Menschenrechte in Belgrad vom 12. — 14.09.2014

DSC_0577Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen,

im Namen der Organisatorinnen, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Labris, möchte ich Sie und Euch in der schönen Stadt Belgrad herzlich willkommen heißen.

Es ist dies die vierte Konferenz in einer Reihe, die die Hirschfeld-Eddy-Stiftung seit 2008 alle zwei Jahre mit einem Partnerprojekt in Osteuropa initiert. 

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Serbien auf dem Weg in die Europäische Union

Jovanka Todorovic - Foto: PrivatWie geht es Homo- und Transsexuellen?

Anlässlich der internationalen Menschen- rechtskonferenz in Belgrad (12. — 14.09.2014) berichtet Jovanka Todorović von Labris über die rechtliche und soziale Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in Serbien.

 

Einschränkung des Rechts auf Versammlungsfreiheit

Vier Mal wurde die CSD-Parade in den letzten fünf Jahren verboten. Wir konnten lediglich Pride-Wochen durchführen, die fanden vier Jahre nacheinander statt, verliefen glatt und waren super organisiert. Das gleiche gilt für andere Events, wie etwa den IDAHO oder den Coming-out Tag. Aber CSD bleiben verboten.

Den einzigen CSD, den wir durchführen konnten, war der in 2010 – aber das nur in einem abgelegenen Stadtteil und unter massivem Polizeischutz (etwa 6.000 Polizeikräfte waren dabei). Die Gegendemonstranten randalierten in der Stadt und attackierten staatliche Gebäude. 207 (Gegen)Demonstranten wurden verhaftet, die meisten davon waren Minderjährige und es gab 142 Verletzte, der Großteil davon, 120 Personen, waren Polizisten.