„Wie schnell Freiheiten verschwinden können“, seufzte ein Aktivist im Hintergrundgespräch der Hirschfeld-Eddy-Stiftung über Gesetze nach russischem Vorbild, die die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen verhindern. Wie viele andere musste er fliehen und lebt seit Jahren im deutschen Exil.
Schlagwort: Shrinking Space
Keynote bei der Online-Konferenz der Hirschfeld-Eddy-Stiftung “Do no harm – but do something: Internationale Projektarbeit für LSBTI stärken!”
English
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José Ignacio López, Managua, Nicaragua
No hacer (más) daño a nuestra comunidad LGBTIQ+ en América Central: Lecciones aprendidas / Do no harm und die LSBTIQ* Community in Mittelamerika: Lessons learned
This speech was delivered at the Online conference: “Do no harm – but do something: Advance international LGBTI project work!” held by the Hirschfeld-Eddy-Foundation on 3+4 November 2022 by José Ignacio López, Coordinator, Sustainable Development Network of Nicaragua
Español
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for the Hirschfeld Eddy Foundation’s online conference “Do no harm – but do something: Advance international LGBTI project work!” 3–4 November 2022
Deutsch
Welcoming adress video (YouTube — German)
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… bei der Onlinekonferenz der Hirschfeld-Eddy-Stiftung zum Thema „Do no harm – but do something. Internationale Projektarbeit für LSBTI stärken!“ am 3. und 4. November 2022
English
Videogrußwort (YouTube)
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Begrüßung Axel Hochrein, Vorstand Hirschfeld-Eddy-Stiftung
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Videomitschnitt hier
Liebe Teilnehmende,
es ist mir eine Freude Sie alle zu unserer Onlinekonferenz “Do no harm — but do something. Internationale Projektarbeit für LSBTIQ* stärken!” begrüßen zu dürfen.
Wir sehen diese Konferenz als Höhepunkt und vorläufigen Abschluss unseres Projektes, mit dem sich die Hirschfeld-Eddy-Stiftung in diesem Jahr hauptsächlich beschäftigt hat. Als Abschluss wollen wir es aber nur insoweit verstanden wissen, dass wir mit dieser Konferenz die Ergebnisse der Arbeit im Projekt, die vielen Veranstaltungen, die stattgefunden haben und die Erkenntnisse, die sich daraus ergeben haben, zusammenfassen und mit Ihnen diskutieren und einordnen wollen.
Hintergründe und Umsetzung in der zivilen Friedens- und Konfliktarbeit
Literaturliste: hier (PDF)
„Do no harm“ lautet ein Prinzip in der Entwicklungszusammenarbeit. Es wurde aus der humanitären Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten übernommen und u.a. in das LSBTI-Inklusionskonzept der Bundesregierung 2021 integriert.
Dieser Blog-Beitrag zeichnet die Entstehung des Prinzips nach und skizziert seine Nutzung in der internationalen LSBTIQ-Förderung. Der Fokus liegt auf der Friedens- und Konfliktarbeit, zumal viele LSBTIQ-Menschen in (Post)Konfliktländern leben und aufgrund von homo-/transphober Mehrfachdiskriminierung besonders von Gewalt bedroht sind und benachteiligt werden.
Dr. Frank Mugisha (38) is a human rights activist from Uganda and Executive Director of Sexual Minorities Uganda (SMUG) which works for the rights of LGBTIQ+ people. He was born and grew up in Kampala, and was raised a Christian.
Rollback in der EU
Start der 23. ILGA-Europe-Konferenz

Heute beginnt in Prag die 23. ILGA-Europa-Konferenz “Stronger Together”. ILGA Europe vertritt auf europäischer Ebene Interessen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Bereits gestern beschäftigte sich eine Vorkonferenz auch mit dem gegenwärtigen Rollback in der EU.
In einigen EU-Staaten sei die Stimmung gekippt, berichten Aktivist*innen aus Bulgarien, Estland oder Griechenland in einem Workshop zum Shrinking space. Es gebe keinerlei staatliche Förderung für LSBTI-Projekte, und die Unterstützung durch internationale Stiftungen sei schwieriger geworden.
Kleiner werdende Handlungsspielräume für LSBTI-Aktivist*innen
Berichte über Lebensformen und Traditionen von Homosexualitäten, Geschlechtlichkeiten und Gendergeschichten gibt es aus sehr vielen afrikanischen Staaten. Etwa die der YanDodo, homosexueller Männer, deren soziales Geschlecht weiblich ist, in der Hausa-Gesellschaft in Nigeria, die noch heute existieren. Elnathan John ist ein nigerianischer Anwalt, Autor und Satiriker. Gerade ist sein Roman „An einem Dienstag geboren“ in deutscher Übersetzung erschienen. Er forscht an der Berliner Humboldt-Universität zu diesem Thema, etwa im Seminar „Masculinities and gender nonconformism in Northern Nigeria“. Der Essayband “African Sexualities” von Silvia Tamale beschäftigt sich mit dem Thema. Auch „Boy wives and female husbands — Studies on African homosexualities“ herausgegeben von Murray und Roscoe gehört zu den wenigen Forschungen dazu. Die Kolonialisierung und Missionsbewegungen aus Europa unterdrückten diese Lebensformen und Traditionen gewaltsam und mit allen Mitteln. Die Kolonialgeschichte ist auch eine Geschichte der Verfolgung und Bestrafung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten.




