„Lesbians Free Everyone — The Beijing Retrospective“ lautet der Titel des Dokumentarfilms zur Erinnerung an den menschenrechtlichen Aktivismus von Lesben während der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking 1995. Die südafrikanische Filmemacher*in und Aktivist*in für die Menschenrechte von sexuellen Minderheiten, Dr. Beverley Palesa Ditsie, hat ihn während der COVID-Pandemie auf der Basis digitaler Interviews und Filmarchivdokumente erarbeitet und am 25. April in Köln im Rahmen des Internationalen Frauen Film Fests 2026 vorgestellt.
Schlagwort: postkolonial
Webtalk 09.05.2025
Weltweit geraten die Rechte von Frauen und LSBTIQ* zunehmend ins Visier von repressiven Bewegungen. In Afrika wird der Kampf um Menschenrechte – insbesondere sexuelle und reproduktive Rechte – sowohl vom kolonialen Erbe als auch von aktuellen geopolitischen Umbrüchen geprägt. Der Rückzug der USA aus ihrer Führungsrolle in der finanziellen Förderung von Entwicklungszusammenarbeit und der wachsende Einfluss global agierender, religiös geprägter Interessengruppen auf Anti-LSBTIQ-Gesetzgebungen erschweren die Arbeit von feministischen und LSBTIQ* Menschenrechtsverteidiger*innen zusätzlich. Angesichts dieser vielschichtigen globalen Angriffe auf die Rechte von LSBTIQ ist es entscheidend, solidarisch und mit einer klaren dekolonialen Haltung zu reagieren. Ein Webtalk der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit Amnesty International. Es diskutieren: Stella Nyanzi, (she/her), feministische Aktivistin und Wissenschaftlerin; Uganda/Deutschland, Monalisa Akintole, (she/her), Uganda National Trans Forum; Uganda, Florence F /Khaxas, (she/her), Y‑FEM; Namibia, Omar van Reenen, (they/them), Equal Namibia; Namibia, moderiert von Monty Dhanjal, (none/they), Trainer, Facilitator, Aktivist, Deutschland.
The webtalk “Colonial Legacies and Neocolonial Dynamics: LGBTIQ+ Rights and the Global Power Struggle in Africa”, was organised by the Hirschfeld Eddy Foundation and Amnesty International as part of the project “The Pink Factor – LGBTIQ+-Rights in the Geopolitical Conflict about Values and Resources.”
A New Scramble for Africa: Foreign Actors and Fake De-Colonization
(…)In all the events undermining the human rights, dignity, and access to healthcare of Africans described above, there is a foreign footprint, or rather, multiple foreign footprints. The most widely reported has been the footprint of the US Christian Right, specifically Sharon Slater of Family Watch International (FWI), who was famously in a bilateral meeting with Madame Kagame in March 2023, appearing to take over where Scott Lively had left off in providing external validation for a cruel piece of legislation targeting an already marginalized group (…)
Written by Neil Datta, executive director at the European Parliamentary Forum for Sexual and Reproductive Rights. The Hirschfeld-Eddy Foundation would like to thank Neil Datta for the kind permission to publish this text.
Florence F/Khaxas, Y‑FEM Namibia
Einladung/Invitation
Matlhogonolo Samsam, Black Queer DocX Botswana
Der Webtalk zu “Decolonize but how? Commitment for the Human Rights of LGBTIQ+ in Southern Africa“ fand am 26.11.2024 auf Englisch statt.
Matlhogonolo Samsam von Black Queer DocX aus Botswana erläuterte während dieses Gesprächs ihre Erfahrungen, Konzepte und Forderungen zu den weitreichenden Folgen des Kolonialismus und dessen Überwindung. Dieser Blog-Beitrag fasst wesentliche Aussagen zusammen.
Matlhogonolo Samsam, Black Queer DocX Botswana
Einladung/Invitation
Florence F/Khaxas, Y‑FEM Namibia
Der Webtalk zu “Decolonize but how? Commitment for the Human Rights of LGBTIQ+ in Southern Africa“ fand am 26.11.2024 auf Englisch statt.
Florence F/Khaxas vom Y‑FEM Young Feminists Movement Namibia erklärte während dieses Gesprächs ihre Erfahrungen, Konzepte und Forderungen zu den weitreichenden Folgen des Kolonialismus und dessen Überwindung in Namibia. Dieser Blog-Text thematisiert zentrale Erläuterungen, Einschätzungen und Forderungen.
Diskussionen während der ILGA-Weltkonferenz 2024
Humanitäre Krisen sind vielerorts im Globalen Süden keineswegs nur eine Folge von Naturkatastrophen, sondern resultieren aus gewaltsamen Machtkonflikten in Ländern, deren Staatsgrenzen von europäischen Kolonialmächten auf dem Reißbrett gezogen wurden. Aus skrupellosem Machtkalkül und eurozentrisch-rassistischem Überlegenheitsdünkel ignorierten sie die seit Jahrhunderten bestehenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Strukturen, Dynamiken, Handels‑, Transport- und Austauschprozesse in einer Region. Die Folgen sind bis heute latente Spannungen in und zwischen nachkolonialen Staaten; und bis heute zwingen bewaffnete Konflikte Menschen zur Flucht.
Unter dem Motto „Kwa Umoja – We Rise“ fand vom 11. bis 15. November 2024 die 31. ILGA-Weltkonferenz in Kapstadt statt. Mit über 1450 Teilnehmenden aus über 100 Ländern (s. Website und später im Text) war es die bisher größte ILGA-Zusammenkunft. Das Konferenzprogramm umfasste 65 thematische Workshops bzw. Diskussionsrunden sowie 28 regionale Foren und Vor-Konferenzen, in denen sich beispielsweise gewerkschaftlich organisierte oder queere Menschen mit Behinderung austauschten. Die thematischen Sessions reichten von menschenrechtlichen Fragestellungen – etwa zur Partizipation an der Berichterstattung auf UN-Ebene –, über Inter*- und Trans*- oder Lesben*-Foren bis zur Kritik queerer Menschen an humanitärer Hilfe oder den Problemverschärfungen durch den Klimawandel.
Zusammenfassung der Konferenz “Kulturen und Kolonialismus” vom 24.10.2024 in Berlin mit rund 100 Gästen und vollem Programm.
Die internationale Konferenz „Kulturen und Kolonialismus – Dekolonialisierung und die Menschenrechte von LSBTIQ*“, die im Refugio in Berlin im Rahmen des Projektes „Kulturen und Kolonialismus“ stattfand und von Sarah Kohrt, Hirschfeld-Eddy-Stiftung, organisiert wurde, stellte schon mit ihrem Titel die Weichen für die Diskussion um LSBTIQ*-Menschenrechte in der Entwicklungszusammenarbeit. Bereits 2017 forderte die Yogyakarta-Allianz unter dem gleichen Titel in Punkt 10 des 13-Punkte Forderungskatalogs an die Bundesregierung vom BMZ ein Sonderprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Am 24.10.2024 fand in Berlin die Konferenz Kulturen und Kolonialismus Der Kampf um die Menschenrechte von LSBTIQ* statt. Fast 100 Gäste kamen ins refugio in Berlin-Neukölln zusammen, es sprachen u.a.: Dr. Stella Nyanzi (Uganda/Deutschland), Max Lucks, MdB, Abdul-wadud Mohammed (LGBT Rights Ghana, Martin Alex Musiime (Let´s walk Uganda), Tina Kleiber, (Brot für die Welt), Guillermo Ricalde (ILGA World), Ymania Brown (TGEU), Marlize André (Marissa Foundation) u.v.m.





