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Plädoyer gegen die Scheinargumente

Warum die Rehabilitierung rechtlich geboten ist

Wir kennen nicht die wahren Gründe, warum die CDU/CSU, Teile der SPD und die FDP die Rehabilitierung der nach 1945 verurteilten Männer ablehnen. Die Angst vor Entschädigungsansprüchen kann es nicht sein. Uns sind nur wenige Männer bekannt, die vor 1969 nach § 175 StGB verurteilt worden sind und jetzt eine Entschädigung verlangen könnten. Die meisten scheinen das Verstecken so verinnerlicht zu haben, dass sie es auch jetzt nicht schaffen, sich zu outen.

Die Parteien lehnen die Rehabilitierung mit formalen Erwägungen ab, die nach unserer Auffassung nur vorgeschoben sind. 

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Aktenzeichen: Kreuz Net

Der LSVD hat Strafanzeige gegen die Betreiber von www.kreuz.net und gegen die Verfasser von Artikeln auf dieser Webseite gestellt. Bislang ist das eine Anzeige gegen Unbekannt. 

 

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LSVD stellt Strafanzeige gegen Kreuz.net

Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Volksverhetzung

An die Staatanwaltschaft Berlin

Sehr geehrte Frau Oberstaatsanwältin Karl,

hiermit erstatten wir Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen die Betreiber der Webseite www.kreuz.net und gegen die Verfasser von Artikeln auf dieser Webseite, in denen die Menschenwürde des homosexuellen Teils der Bevölkerung dadurch angegriffen wird, dass die Homosexuellen beschimpft, böswillig verächtlich gemacht und verleumdet werden. 

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Veranstaltungen

Call me Kuchu (Roadshow)

 

In einem anonymen Büro am Ende einer unbefestigten Straße sitzt David Kato, Aktivist der ersten Stunde und arbeitet daran, Ugandas homophobe Gesetze aufzuheben und homo‑, bi sowie transsexuelle Männer und Frauen, auch „kuchus“ genannt, aus den ugandischen Gefängnissen zu befreien.

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Dokumentation

An die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Frau Prof. Dr. Elisabeth Pott

 

Kampagne „mach’s mit — Wissen & Kondom“

 
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Verband

Aufruf zur Teilnahme an der ersten europäischen Online-Befragung zur Homophobie und Transphobie

Am 28. März startet unter dem Titel „Europäische LGBT Studie“ die erste Online-Befragung der EU-Grundrechteagentur (FRA) zur Homophobie und Transphobie in den EU-Mitgliedsstaaten und dem Beitrittsland Kroatien.

Die Befragung wird von Gallup Europe in allen EU-Sprachen und türkischer Sprache durchgeführt, läuft bis 20. Juli 2012 und soll erstmals verlässliches und vergleichbares Datenmaterial zur Verbreitung von Homophobie und Transphobie in den 28 Ländern liefern. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen, systematischen Studie sollen im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden.

 

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Projekte Verband

Erdbeben in der Familie

Probleme des späten Coming-out

Es scheint, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein Coming-out als Lesbe oder Schwuler immer leichter geworden ist: In vielen deutschen (Groß-)Städten gibt es Coming-out-Gruppen für Jugendliche oder junge Erwachsene. In den Medien sind Coming-out-Geschichten längst nicht mehr ein so großes Tabu wie noch vor 20 Jahren. Wer denkt aber bei einem Coming-out an Erwachsene, die in einer langjährigen heterosexuellen Beziehung oder Familie leben? Gibt es überhaupt Unterschiede zwischen einem späten und einem frühen Coming-out?

Was die Gefühle der Betroffenen betrifft, finden sich wenige Unterschiede. Ob man als Teenager und junger erwachsener Mensch seine Liebe zum gleichen Geschlecht entdeckt oder ein spätes Coming-out durchlebt — ein Coming-out ist in den allermeisten Fällen ein Prozess, der phasenweise verläuft. 

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Verband

Zwischen Anonymität und Outing

Interview mit dem Datenschutzbeauftragten Dr. Thilo Weichert

respekt!: Herr Dr. Weichert, ganz global gefragt: Welche Rolle spielt das Merkmal sex- uelle Identität im Kontext des Datenschutzes?

Dr. Thilo Weichert: Gemäß dem Bundesdatenschutz- gesetz und der Europäischen Datenschutz- richtlinie gehören „Daten über Sexualleben“ zu einer sog. „besonderen Kate- gorie“ personenbezogener Daten, die wegen ihrer Sensibilität nur sehr eingeschränkt und regelmäßig nur nach Einwilligung der betroffenen Menschen verarbeitet werden dürfen. 

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Blut von Schwulen nicht erwünscht

Organspendeausweis - Quelle: www.organspendeausweis.orgSeit Jahren ist der Ausschluss von homosexuellen Männern von der Blutspende ein umstrittenes und intensiv diskutiertes Thema. Bislang galten dazu die 2007 von der Bundesärztekammer (BÄK) erlassenen Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie).

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Marokko: Verboten, aber nicht verfolgt

Samir Bargachi ist 23 Jahre jung. Er lebt in Tanger. Als Journalist gibt er die schwullesbische Zeitschrift Mithly („Ich selbst“) heraus. Zugleich ist er als Koordinator von Kifkif („Von gleich zu gleich“), einer der ersten LGBTI-Organisationen Nordafrikas, auch als Aktivist tätig. „Ich gehöre zu den wenigen offen schwul lebenden Marokkanern. Sichtbarkeit ist der Schlüssel für Veränderung, und da spielen die Medien eine herausragende Rolle.“

Die Zeitschrift Mithly wurde 2009 gegründet. Als Motiv nennt Samir die weit verbreitete Homophobie im Land, die von den Medien transportiert wird. „Wir wollten uns ein eigenes Medium schaffen, mit eigener Stimme sprechen und unserer Gesellschaft mitteilen, dass wir nicht „shawad“ (deviant, abweichend, im Arabischen abwertende Bezeichnung für homosexuell), sondern ganz normale Bürgerinnen und Bürger sind.“